#17 Gaspedal und Bremse - mehr Lust empfinden
Shownotes
Ich sitze in diesem perfekt aufgeräumten Hotelzimmer und plötzlich ist da Lust, obwohl zuhause zwischen Kindern, Chaos und Zeitdruck gefühlt tagelang überhaupt nichts passiert. Und genau da wird mir klar, dass Lust nichts Mystisches ist, sondern an zwei Dingen hängt, meiner inneren Bremse und meinem inneren Gaspedal.
In dieser Folge erzähle ich dir, wie ich angefangen habe, beides im Alltag freizulegen, damit Lust nicht nur im Urlaub auftaucht, sondern wieder ein präsenter Teil meines Lebens wird. Wenn du wissen willst, warum dein Körper außerhalb des Alltags sofort anspringt und zuhause nicht mal ansatzweise einen Funken Erregung spürt, dann hör rein.
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Speaker0: Hello and welcome zu dieser neuen Folge von Pleasure.
Speaker0: Ich freue mich, heute genau da anzuknüpfen, wo ich letzte Woche aufgehört habe,
Speaker0: denn das war so spannend und irgendwie habe ich das Gefühl, dürfen wir da noch
Speaker0: ein bisschen tiefer reintauchen.
Speaker0: Also falls du die Folge von letzter Woche noch nicht gehört hast,
Speaker0: dann mach das jetzt super gerne, denn dann weißt du, wo ich jetzt stehe.
Speaker0: Und zwar möchte ich heute noch mal tiefer reingehen in das Thema Bremse und
Speaker0: Gaspedal bei uns Frauen und wie wir unseren Sex Drive und unsere Lust überhaupt anmachen können,
Speaker0: beziehungsweise wie wir vielleicht letzte Woche auch gelernt haben,
Speaker0: von der Bremse runtergehen können.
Speaker0: Also, um dann nochmal so einen kurzen Recap zu machen. Ich habe letzte Woche
Speaker0: vom Gaspedal und vom Bremse gesprochen.
Speaker0: Das Konzept ist tatsächlich, wie ich letzte Woche gesagt habe,
Speaker0: aus dem Buch Komm, wie du willst, von Emily Nagoski.
Speaker0: Also für alle, die da ein Interesse dran haben, kannst du gerne nochmal vertiefen,
Speaker0: wenn du das Buch lesen magst.
Speaker0: Ich habe es, glaube ich, gar nicht ganz gelesen, aber auf jeden Fall den Teil
Speaker0: mit Bremse und Gaspedal.
Speaker0: Ich bin so ein Dreiviertel-Buchleser irgendwie immer Und fand das Konzept einfach
Speaker0: so schön und so passend auch und tatsächlich sehr augenöffnend,
Speaker0: dass mir das im Kopf geblieben ist, auch wenn es schon viele,
Speaker0: viele Jahre her ist, dass ich dieses Buch gelesen habe.
Speaker0: Konzept nochmal ganz kurz, um da abzuholen und das jetzt auf diese Woche nochmal
Speaker0: ein bisschen intensiver zu übertragen, ist eigentlich so, dass wir Frauen,
Speaker0: nicht nur wir Frauen, wir, es hat jeder, auch Männer haben das,
Speaker0: aber ich will es ja gerade auf uns Frauen übertragen, Dass wir Menschen einfach
Speaker0: bestimmte Signale in unserem Leben gelernt haben,
Speaker0: die sexuelle Lust, sexuelles Verlangen auslösen und andere, die es eher unterdrücken.
Speaker0: Und niemand kommt damit auf die Welt, sondern das sind Reize, die wir gelernt haben.
Speaker0: Und die sind auch an vielen Stellen sehr sinnvoll. Also,
Speaker0: keine Ahnung, dass du jetzt nicht, die meisten von uns haben,
Speaker0: sage ich mal, so ein Hemmungsding in ihrem Kopf, dass sie zum Beispiel jetzt mitten in der Stadt,
Speaker0: wenn, keine Ahnung, ganz viele Leute da sind, nicht unbedingt Lust auf Sex verspüren
Speaker0: oder wenn die Schwiegermutter einem gegenüber sitzt oder so,
Speaker0: Dann werden bestimmte Regionen im Gehirn sozusagen angetriggert,
Speaker0: die als Hemmung funktionieren und damit den Sex-Drive hemmen,
Speaker0: während andere Sachen, andere Reize, zum Beispiel Bilder von,
Speaker0: keine Ahnung, für Männer wahrscheinlich nackte Brüste oder einen schönen Hintern
Speaker0: und für uns Frauen wahrscheinlich muskelbepackte Shirt oder das auch bei jedem ein bisschen anders.
Speaker0: Bestimmte Bilder zum Beispiel, bestimmte Geräusche, bestimmte Reize eher dazu
Speaker0: führen, dass das Lust ausgelöst wird, das heißt, dass Lust aktiviert wird.
Speaker0: Und diese Reize sind bei jedem Menschen unterschiedlich, deswegen haben wir
Speaker0: ja auch jeder andere Vorlieben und andere Dinge, die uns vielleicht erregen
Speaker0: und andere Dinge, die uns vielleicht abtörnen.
Speaker0: Ja, also ich hatte letzte Woche ja auch schon mal davon gesprochen,
Speaker0: dass es für viele so Momente gibt, wo sie einfach sagen, ach,
Speaker0: da kriege ich the ick, das finde ich eklig, das mag ich nicht, das turnt mich voll ab.
Speaker0: Und das ist ja auch für jeden Menschen anders. Für mich ist zum Beispiel ein
Speaker0: absoluter Abturner, wenn ein Mann keine schöne Stimme hat.
Speaker0: Also da kann der noch so attraktiv aussehen. Wenn dann so ein Hääähähäh da rauskommt,
Speaker0: dann ist meine Lust, dann droppt die instantly auf so ein Unter-Null-Niveau.
Speaker0: Und ich glaube, jeder von uns kennt so bestimmte Dinge, die einen tierisch untörnen
Speaker0: und auch Dinge, die abtörnen.
Speaker0: Das heißt, im Gehirn sind bestimmte Rezeptoren, die sozusagen als Hämmer funktionieren
Speaker0: und andere, die als Activator sozusagen funktionieren.
Speaker0: Und das ist in dem Buch ganz schön eigentlich übersetzt mit Gaspedal und Bremse.
Speaker0: Jetzt gibt es grundsätzlich...
Speaker0: Und da in dem Buch ist, glaube ich, so ein schöner Selbsttest.
Speaker0: Ich kann mich daran erinnern, dass ich den damals mal gemacht habe,
Speaker0: um so ein bisschen rauszufinden, okay, wo stehe ich denn da?
Speaker0: Es gibt, die meisten sind so irgendwo in Mitteldingen. Das heißt,
Speaker0: die haben eine mittelschwierige oder mittelleichte Bremse und Gaspedal,
Speaker0: was auch so mittelmäßig ist.
Speaker0: Und dann gibt es aber ein paar Prozent, ich glaube in dem Fall sind es tatsächlich
Speaker0: nur Frauen, um die es da geht in dem Kapitel, ein paar Prozent,
Speaker0: die zum Beispiel ein ganz, ganz leichtes Gaspedal haben,
Speaker0: also relativ viele Reize zu Erotik, zu sexuellem Turn-on führen und eine relativ
Speaker0: niedrige Bremse, das heißt relativ wenige Hemmungen.
Speaker0: Das sind dann die Frauen oder die Menschen, die gar kein Thema da mit haben,
Speaker0: vielleicht in der Öffentlichkeit Sex zu haben oder die relativ schnell erregt werden.
Speaker0: Viele, gerade viele Männer, denken, das wäre total geil, sowas zu haben.
Speaker0: Ja, also eine Frau, die immer, sozusagen die immer on ist. Ganz oft ist es aber
Speaker0: für die Frauen, die das haben, gar nicht so ein tolles Erlebnis,
Speaker0: sondern es ist ganz oft wie so eine Übersprungshandlung oder wie so ein Zwang,
Speaker0: fast schon zwanghaft, sich in den Sex zu flüchten,
Speaker0: um bestimmte Dinge nicht zu fühlen oder um Dinge zu kompensieren über Sexualität.
Speaker0: Und andersrum gibt es natürlich auch ein paar Prozent der Frauen,
Speaker0: die eine ganz, ganz, so eine ganz schwergängige Bremse und vielleicht auch ein
Speaker0: ganz schwergängiges Gaspedal haben.
Speaker0: Das heißt, dass es sehr viele oder sehr bestimmte sexuelle Reize braucht,
Speaker0: um überhaupt in Stimmung zu kommen und ganz viele Hemmungen im Kopf sind.
Speaker0: Und ich spreche davon nicht nur von Hemmungen, die aus dir selber kommen,
Speaker0: sondern das Außen muss auch stimmen. Das ist für viele Frauen so dieses,
Speaker0: es muss wirklich alles stimmen und alles perfekt sein, damit ich überhaupt in Stimmung kommen kann.
Speaker0: Und wenn dann irgendwo, keine Ahnung, die falsche Musik läuft oder die Kerze
Speaker0: falsch steht oder was weiß ich was, dann ist das für mich schon aus.
Speaker0: Die meisten von uns sind irgendwo so im Mittelfeld, ja, also Bremse und Gaspedal
Speaker0: sind jetzt nicht wahnsinnig doll ausgeprägt oder ein totales Hemmungsding,
Speaker0: aber, und das ist vielleicht auch nochmal schön, sich ins Bewusstsein zu ziehen,
Speaker0: ganz oft braucht es gar nicht dieses Ding von, boah, ich glaube, ich habe eine total,
Speaker0: also ich könnte mir vorstellen, dass viele Frauen jetzt hier denken,
Speaker0: ich habe das auch gedacht, als ich das erste Mal darüber gelesen habe,
Speaker0: Ich glaube, meine Bremse ist total hartnäckig.
Speaker0: Also bei mir muss schon viel stimmen, damit ich überhaupt in Stimmung bin.
Speaker0: Ich glaube, meine Bremse ist ganz, ganz schwergängig.
Speaker0: Und ganz oft ist das gar nicht der Fall. Die Bremse funktioniert ganz gut.
Speaker0: Also es ist gar nicht der Fall, dass so wahnsinnig viele Hämmer im Kopf sind, also die etwas hemmen.
Speaker0: Sondern dass es einfach die Anzahl der Dinge, die auf die Bremse treten oder
Speaker0: die sozusagen die Bremse auslösen, dass die Anzahl der Dinge,
Speaker0: die dazu führen, ebenso viel sind.
Speaker0: Und wenn du dir zum Beispiel einmal bewusst machst, vielleicht hast du das ja
Speaker0: tatsächlich von letzter Woche mal getan, was sind denn so Bremsdinger bei dir,
Speaker0: die einfach dazu führen, dass du keine Lust auf Sexualität hast.
Speaker0: Wenn du dir das mal bewusst machst und dir das mal aufschreibst,
Speaker0: wirst du merken, dass es vielleicht wahnsinnig viel ist. Also Zeitdruck zum
Speaker0: Beispiel ist bei mir ein Ding, das geht gar nicht.
Speaker0: Viele To-Dos auf der Liste, gar nicht.
Speaker0: Kinder, Kinder irgendwo drumherum, da komme ich relativ wenig in Stimmung, ja.
Speaker0: Stress, wenn ich irgendwelche Dinge im Kopf habe, die erledigt werden müssen,
Speaker0: offene Punkte, ein nicht sauberes Haus, unaufgeräumt, was auch immer.
Speaker0: Das sind alles Punkte, die sind bei mir eher auf der Hämmerliste,
Speaker0: die hemmen mich. und auf der Aktivierungsliste ist dann vielleicht sowas wie,
Speaker0: wenn ich entspannt bin oder wenn das Surrounding schön ist.
Speaker0: Du kannst mal bei dir so ein bisschen überprüfen, für viele ist das ganz schön
Speaker0: zu erleben, wann habt ihr eigentlich mehr Sex?
Speaker0: Und ganz viele Paare sagen, wenn wir im Urlaub sind, ja, beide sind entspannt,
Speaker0: ganz viele Hämmer fallen weg,
Speaker0: Weil es ist vielleicht ein schönes Hotelzimmer, ja, da ist schon mal das Thema,
Speaker0: ist es unaufgeräumt, liegen da irgendwelche Sachen rum, ist schon mal weg.
Speaker0: Beide sind mental entspannter, weil sie nicht in ihrem täglichen Berufsalltag
Speaker0: drin sind, weil sie keinen Zeitdruck haben, ja, weil vielleicht eben Zeitdruck
Speaker0: komplett wegfällt, weil du den ganzen Tag lang Zeit hast.
Speaker0: Was ist da dann zum Beispiel anders? Das kannst du einfach alles mal auflisten.
Speaker0: Es sind dann vielleicht die Kinder sind beschäftigt oder es sind keine Kinder
Speaker0: da, bist ohne Kinder im Urlaub und so weiter.
Speaker0: Das heißt, ganz viele von diesen
Speaker0: Faktoren, die sonst als Hemmungen auf der Bremse stecken, sind dann weg.
Speaker0: Und wenn du dir das mal klar machst, dann wirst du in den meisten Fällen feststellen,
Speaker0: dass du einfach unfassbar viele Punkte hast in deinem täglichen Leben,
Speaker0: die hemmen und die einfach auf der Bremse stehen.
Speaker0: Und es gar nicht daran liegt, dass deine Bremse so leicht zu betätigen ist,
Speaker0: sondern da ist einfach scheiß viel drauf.
Speaker0: Und dann brauchst du auf der anderen Seite so viel, was auf dem Gaspedal steht,
Speaker0: so viel sexuelle Anreize kannst du gar nicht kriegen, damit sich das überhaupt wieder ausgleicht.
Speaker0: Und jetzt sind wir an der Stelle, wo es mir diese Woche ganz doll darum geht.
Speaker0: Wie kannst du das, was du sonst auf der Bremse hast, wie kannst du das für dich selber verändern?
Speaker0: Und ich habe gerade schon ganz viel gesagt, nämlich das Thema für ganz viele
Speaker0: Paare ist es dieses Thema, wenn wir im Urlaub sind, dann haben wir viel mehr
Speaker0: Sex, dann habe ich auch viel mehr Lust, dann habe ich selber mal Bock.
Speaker0: Und ich merke das total bei mir, immer wenn ich alleine in einem Hotel war,
Speaker0: auch schon in den letzten Jahren immer, wenn ich mal alleine beruflich unterwegs
Speaker0: war oder wie auch immer, aber sobald ich in einem Hotelzimmer alleine bin,
Speaker0: dann habe ich irgendwann das Gefühl gehabt, boah, ich habe Lust.
Speaker0: Und plötzlich war da so ein inneres, boah, ich habe Bock auf Sex,
Speaker0: wo kommt das denn jetzt her?
Speaker0: Und dann ist mir aufgefallen, ja, es liegt da dran, dass das Surrounding wunderschön
Speaker0: ist, es ist immer ordentlich, Ja, das ist schon ganz viel Hemmungen sind da
Speaker0: schon weg. Ja, es ist immer ordentlich, es ist schön.
Speaker0: Ich bin mit den Gedanken nur hier. Ich habe gerade nichts anderes zu tun.
Speaker0: Ja, oder ich bin, ich muss mich gerade um nichts kümmern, weil ich in einem Hotel bin.
Speaker0: Kinder sind kein Faktor, ja. Und plötzlich merke ich, wie leicht das Gaspedal zu aktivieren ist.
Speaker0: Ja, dann braucht es noch eine schöne, dann nehme ich mir vielleicht ein schönes
Speaker0: Bad oder dusche schön und rieche, wie toll das riecht und merke, oh wow,
Speaker0: diese Sinnlichkeit zu spüren in meinem Körper, das zu fühlen,
Speaker0: dann hat es vielleicht noch eine schöne Beleuchtung oder einen schönen Spiegel
Speaker0: irgendwo und ich denke, oh nice.
Speaker0: Das sind Punkte, woran du merken kannst, okay, vielleicht sind es einfach nur
Speaker0: bestimmte Dinge auf meiner Bremse, die mein Gaspedal davon abhalten,
Speaker0: überhaupt mal loszufahren.
Speaker0: Und jetzt hatte ich ja im letzten Podcast schon gesagt, du bist selber für dein
Speaker0: Turn-on verantwortlich und du bist selber dafür verantwortlich,
Speaker0: dass du die Bremse lösen darfst.
Speaker0: Ein Stück weit bist du auch selber dafür verantwortlich, dass das Gaspedal losgeht,
Speaker0: aber natürlich ist es in der Partnerschaft auch immer ein Geben, ein Nehmen.
Speaker0: Man kann dem anderen helfen, das Gaspedal zu betätigen.
Speaker0: Wenn du zum Beispiel mir, ich bin zum Beispiel ein totaler Fan von Dirty Talk,
Speaker0: also wenn du mir eine anzügliche WhatsApp schreibst oder eine anzügliche Nachricht
Speaker0: schreibst, Consentual, also jetzt hier beide wollen das und so.
Speaker0: Dann bin ich in meinem Kopfkino schon total weit. Und das hilft mir total,
Speaker0: dass diese Bremse ist für mich ein sehr, sehr schneller, geht dann von der Bremse
Speaker0: runter und geht aufs Gaspedal.
Speaker0: Nur klar, wenn die Bremse total belegt ist und da sind 10.000 Sachen drauf,
Speaker0: dann ist es nicht einfach, von der Bremse runterzukommen und aufs Gaspedal zu treten.
Speaker0: Und deswegen darfst du dich dann einfach mal für dich fragen,
Speaker0: okay, was sind für dich persönlich Punkte, die normalerweise auf deiner Bremse stehen?
Speaker0: Und wie kannst du davon weniger haben?
Speaker0: Das kannst du natürlich auch mit deinem Partner besprechen, ja,
Speaker0: zu sagen, ey, keine Ahnung, ich bin nicht in Stimmung, wenn es hier mega unaufgeräumt
Speaker0: ist. oder noch besser, je aufgeräumter das ist, desto leichter bin ich in Stimmung.
Speaker0: Wenn er das weiß, ist es natürlich auch so, wow.
Speaker0: Wenn man dann auch noch merkt, oh, da verändert sich dann aber wirklich was,
Speaker0: die Frau ist dann entspannter, die hat dann wirklich mehr, plötzlich kommt die Lust wieder durch.
Speaker0: Wenn man das merkt, dann ist auch so ein, oh wow, okay, ich kann da ja auch,
Speaker0: also da haben wir beide was von, ja.
Speaker0: Nur es geht mir nicht darum, jetzt alles abzuwälzen nach dem Motto,
Speaker0: okay, du bist dafür verantwortlich, dass ich keinen Stress habe,
Speaker0: damit ich abends Sex-Drive habe.
Speaker0: Man kann es in Teilen besprechen, man kann es in Teilen irgendwo auch noch kommunizieren
Speaker0: und es dann damit auch dem anderen verständlicher machen und auch leichter machen.
Speaker0: Ich finde es auch wichtig, wenn man das für sich selber verstanden hat,
Speaker0: wie funktioniert meine Bremse, wie funktioniert mein Gaspedal,
Speaker0: das durchaus mit dem Partner zu teilen, damit der das mitbekommt.
Speaker0: Weil tendenziell die...
Speaker0: Dass Gaspedal bei den Männern einen Tick schneller ist, beziehungsweise sie
Speaker0: schneller von der Bremse runterkommen, im Durchschnitt, auch da wieder,
Speaker0: es gibt ganz unterschiedliche Zahlen,
Speaker0: nur da ist dann vielleicht der sexuelle Anreiz, führt dazu, dass die Bremse
Speaker0: schneller locker gemacht wird und damit dann Gaspedal gedrückt werden kann.
Speaker0: So, du darfst also für dich selber wissen, was ist das, was auf meiner Bremse
Speaker0: steht und wie kann ich das, wie kann ich weniger davon in meinem Alltag erleben,
Speaker0: wie kann ich mehr in Momente kommen, wo mein Pleasure groß ist. Was ist das?
Speaker0: Auch gleichzeitig, ja, auch sich das bewusst zu machen, was ist das,
Speaker0: was sexuellen Reiz bei mir auslöst? Also was turnt mich an?
Speaker0: Was sehe ich gerne? Was höre ich gerne?
Speaker0: Was mache ich gerne? Wo wird mein Gaspedal aktiviert und getriggert?
Speaker0: Und ich habe gemerkt, dass das zum Beispiel schöne Gerüche sind bei mir,
Speaker0: wenn ich mich gerne riechen mag, aber auch Gerüche im Haus, Sinnlichkeit,
Speaker0: also ganz viel anfassen,
Speaker0: bestimmte Geräusche, bestimmte Audios törnen mich an, aktivieren ein Gas.
Speaker0: Und ganz, ganz wichtig aber eben auch zu wissen, was ist das,
Speaker0: was mich abturnt und was ist das, was ich sozusagen in meinem Alltag ein bisschen...
Speaker0: Verändern darf. Und bei den meisten wird es nicht möglich sein,
Speaker0: dass du alles, was auf deiner Bremse normalerweise steht, nicht mehr im Alltag erlebst.
Speaker0: Also, wenn ich jetzt mal durch meinen Tag gehe und ich kann dir sagen,
Speaker0: was mich abturnt, einen tighten Schedule zu haben, irgendwie am Morgen mit den
Speaker0: Kindern aus dem Haus zu gehen, natürlich ist Zeitdruck für mich immer ein Abturner.
Speaker0: Ich glaube, das geht uns allen so oder den meisten von uns so.
Speaker0: Sobald ich unter Zeitdruck bin, ist mein ganzes System nicht in der Leichtigkeit,
Speaker0: in der Entspannung und im Sex-Drive.
Speaker0: Und wenn du mir dann irgendeinen Aktivator gibst zur Sexualität,
Speaker0: werde ich da nicht drauf anspringen sofort, weil ich bin halt voll im...
Speaker0: Jetzt kann ich aber hingehen, das bedeutet ja nicht, dass ich zum Beispiel,
Speaker0: in meinem Beispiel, als Mutter von drei Kindern alleine mit den Kids hier,
Speaker0: werde ich das nicht aus meinem Leben komplett entfernen können.
Speaker0: Dass ich drei Kinder habe und dass wir morgens um 8.30 Uhr in der Schule sein müssen.
Speaker0: Das ist einfach ein Fakt, den ich akzeptieren darf.
Speaker0: Jetzt darf ich aber hingehen und mal gucken, okay, was macht es mir denn leichter,
Speaker0: um diese Bremse nicht so massiv zu empfinden.
Speaker0: Und ich habe gemerkt, dass es für mich zum Beispiel leichter ist, früher aufzustehen,
Speaker0: was für mich zu machen, in meinem Körper schon anzukommen, mich morgens schon
Speaker0: zu spüren und dann alles das, was ich unter Zeitdruck oder in einem engen Zeitrahmen
Speaker0: erledigen darf, muss, soll, kann.
Speaker0: Dem ein bisschen mehr Leichtigkeit dadurch zu geben.
Speaker0: Ich habe zum Beispiel auch gemerkt, dass es mir hilft, morgens Musik anzumachen.
Speaker0: Auch wenn ich mit den Kindern beim Frühstück sitze.
Speaker0: Wir hören Musik, die mich in den Flow bringen, die mich in den Hm bringen.
Speaker0: Ich mache die Musik auch an, wenn ich da meine Brotdosen schmiere für die Kids und bin dann so ein,
Speaker0: okay, wie kann ich meinen Körper spüren? Ich bewege meine Hüfte, wenn ich da stehe.
Speaker0: Auch das sind Dinge, die mir hilft es zum Beispiel auch, mich sexy anzuziehen.
Speaker0: Mich morgen schon so fertig sozusagen zu machen, meine Haare, meine Klamotten.
Speaker0: Manchmal hilft mir auch ein bisschen Schminke. Dass ich, wenn ich in diesen
Speaker0: Zeitrahmen reingehe von jetzt, in dieser Zeit müssen irgendwie alle Kinder gefrühstückt
Speaker0: haben, sich angezogen haben, Zähne geputzt haben,
Speaker0: alle ihre Sachen gepackt haben, Und dann los zur Schule.
Speaker0: Dass ich, wenn ich selber mich wohlfühle und in meinem Körper mich wohlfühle,
Speaker0: dass es dann mir leichter fällt, als wenn ich aussehe wie Hansel Franzel und
Speaker0: mich so fühle und denke, dann empfinde ich den Zeitdruck schlimmer.
Speaker0: Das heißt, es ist ein noch viel dolleres Bremsen-Gefühl.
Speaker0: Und das heißt, ich gehe morgens schon in ganz viele Dinge, die schon aktivieren,
Speaker0: die eher aufs Gaspedal einspielen als auf die Bremse.
Speaker0: Und das ist in meiner Sinnlichkeit, in meinem Körper ankommen.
Speaker0: Das sind ein paar Tipps, die ich hier einfach mitgeben möchte.
Speaker0: Und du kannst für dich mal schauen, was sind Dinge, die bei dir ganz doll auf der Bremse stehen.
Speaker0: Ich merke, dass ganz viel im Körper sein, Tanzen, Self-Pleasure,
Speaker0: ganz, ganz viel in meinem Körper ankommen und mich anzutörnen im Laufe des Tages,
Speaker0: hilft mir wahnsinnig doll.
Speaker0: Weil dann sind meine Bremsen so, ich war schon so. Weißt du,
Speaker0: wenn ich mit 120 im Gaspedal unterwegs bin schon, weil ich im Self-Pleasure
Speaker0: bin, selbst wenn dann drei Sachen auf die Bremse einspielen, dann fahre ich halt 80.
Speaker0: Aber ich bin immer noch unterwegs. Nur wenn ich halt morgens noch gar nicht
Speaker0: losgefahren bin und den ganzen Tag schon eigentlich stehe, dann brauche ich
Speaker0: noch viel, viel mehr, was aufs Gaspedal drückt.
Speaker0: Und das sind so Dinge, die darfst du für dich rausfinden, jeder für sich rausfinden.
Speaker0: Was hilft meinem Gaspedal?
Speaker0: Was blockiert, was steht auf meiner Bremse?
Speaker0: Und wie kann ich es schaffen, die Dinge, die meinem Gaspedal helfen...
Speaker0: Das können Dinge sein, die Gaspedal helfen und damit die Bremse lockern.
Speaker0: Das kann aber auch einfach sein, dass du dich erst mal nur um alle Dinge kümmerst
Speaker0: oder um die hauptsächlichen Dinge kümmerst, die auf deiner Bremse stehen.
Speaker0: Und dazu darfst du dich aber kennen. Ja, dazu musst du wissen,
Speaker0: was turnt mich an. Mach dir ruhig eine Liste. Schreib dir, was turnt mich an.
Speaker0: Ich habe im Zuge dessen zum Beispiel gemerkt, ich liebe erotische Audiobooks. Finde ich total geil.
Speaker0: Wenn ich beim, keine Ahnung, Küche sauber machen, ein erotisches Audiobook höre,
Speaker0: ich kann da so ein paar Dinge empfehlen, das ist nice, da bin ich voll auf Gaspedal, aber Halleluja.
Speaker0: Und da stört mich das dann auch nicht, dass ich bestimmte To-dos habe,
Speaker0: die ich dann machen muss, weil ich das verbinde mit etwas, was aktiviert,
Speaker0: was auf dem Gaspedal ist.
Speaker0: Ja, genauso wie wenn ich in meinem Körper bin, wenn ich in meiner Sinnlichkeit
Speaker0: bin, ganz viel Gaspedalaktivierung, dann kann ich viele Sachen,
Speaker0: die normalerweise voll auf die Bremse drücken würden, empfinde ich dann gar
Speaker0: nicht mehr als so bremsend.
Speaker0: Und so darfst du dich selber kennenlernen, was ist das krasseste auf meinem
Speaker0: Gaspedal, was ist das krasseste auf meiner Bremse und das ist alles in deinem Kopf,
Speaker0: ja, also du darfst in deinem Kopf, das sind ja deine Fantasien,
Speaker0: das ist deine Aktivierung, das ist dein,
Speaker0: das tönt mich an, das tönt mich ab.
Speaker0: Und da geht es nicht nur darum, wenn er sagt, dass, ja, du kannst in deinem
Speaker0: Kopf schon mal durchspielen, was passiert, wenn er sagt, dass oder wenn er dir
Speaker0: solche Nachrichten schreibt.
Speaker0: Geh sie doch schon mal in deiner Fantasie durch, weil oft ist es dann dieses,
Speaker0: ja, aber das macht mein Partner nicht, ja, aber so ist mein Partner nicht.
Speaker0: Ja, aber du kannst ja schon mal für dich in deiner Fantasie fühlen,
Speaker0: wie es sich anfühlt, wenn sowas ist.
Speaker0: Das ist ja deine Aktivierung, ist ja dein Gaspedal, ja.
Speaker0: Und damit kommt ihr natürlich dann auch als Paar an eine andere Stelle.
Speaker0: Und ich finde auch durchaus, dass man dem anderen mitteilen darf,
Speaker0: pass auf, das ist was, was mich aktiviert.
Speaker0: Das ist was, was tierisch bremst. Und es bedeutet nicht, dass der Partner für
Speaker0: alles verantwortlich ist und alles richtig machen muss, was das Gaspedal angeht.
Speaker0: Und alles vermeiden sollte, was auf die Bremse schlägt.
Speaker0: Nur man kann sich ja mal austauschen darüber.
Speaker0: Und dein Partner hat sicherlich auch Sachen, die bei ihm total auf die Bremse
Speaker0: drücken und andere Dinge, die ganz leicht in die Aktivierung gehen.
Speaker0: Und wenn man da bestimmte Dinge findet, die der andere schon mal umsetzen kann
Speaker0: oder wo der unterstützen kann, das ist super mega, das ist super hilfreich.
Speaker0: Aber an vielen Stellen ist es eben auch deine eigene Aufgabe,
Speaker0: für dich in deinem Turn anzukommen.
Speaker0: Zu kommen, weil das geht ja nicht darum, dass du das hier alles machst,
Speaker0: damit ihr Sex haben könnt, sondern es geht darum, dass du dein Leben als lustvoller
Speaker0: empfindest, dass du dein Leben als.
Speaker0: Entspannter empfindest, weil die Dinge von deiner Bremse zu nehmen,
Speaker0: hilft dir ja nicht nur in der Sexualität, das hilft dir, um einen entspannteren Alltag zu haben.
Speaker0: Ich mache das alles hier morgens nicht, damit ich morgens irgendwie schon ready
Speaker0: for sex bin und hier um zehn mich durch die Laken wühlen kann,
Speaker0: sondern ich mache das, weil ich damit einen viel, viel entspannteren Alltag
Speaker0: habe und Und weil mein Turn-on meine Superpower ist, weil mein Pleasure mir
Speaker0: hilft, in meine Weiblichkeit zu kommen, weil mein Pleasure mir hilft,
Speaker0: in meine Entspannung zu kommen,
Speaker0: in den Genuss zu kommen, in dieses Gefühl von...
Speaker0: Ich lebe und ich koste das Leben aus und nicht nur ich muss,
Speaker0: ich muss, ich muss, ich muss, ich muss.
Speaker0: Also das ist nochmal ganz wichtig, dass es nicht nur darum geht,
Speaker0: oh, damit haben wir dann mehr Sex. Das ist ein superschöner Nebeneffekt. Ja, geil.
Speaker0: Aber dein Turn-On ist für dich. Für dich, um zu spüren, um dich zu spüren,
Speaker0: um deinen Körper zu spüren, um zurück zu dir zu kommen.
Speaker0: Und um dein Leben auszukosten, wie du das dann nutzt. Das ist völlig dir selber überlassen.
Speaker0: Und ich hoffe, ich konnte mit dieser Episode ein bisschen Licht da reinbringen,
Speaker0: was hilft, was helfen kann.
Speaker0: Und wie gesagt, jeder ist total anders, du darfst das für dich selber rausfinden,
Speaker0: aber ich glaube, ich habe ein paar Beispiele gebracht, die helfen können,
Speaker0: da ein bisschen ein Gefühl für zu kriegen, was steht denn bei mir eigentlich
Speaker0: auf der Bremse und was hilft mir eigentlich in die Aktivierung, aufs Gaspedal zu gehen.
Speaker0: Und jetzt wünsche ich dir ganz viel Spaß beim rausfinden, einen ganz angetörnten Tag und eine ganz.
Speaker0: Pleasurevolle Woche und wir hören uns dann hier nächste Woche wieder hoffentlich
Speaker0: und ich wünsche dir eine großartige Woche, mach's gut, bis dann!
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