#48 Lass los und es kommt
Ich saß fassungslos vor meinem Handy-Screen und starrte auf mein Bankkonto, während mir fast der Kaffee aus der Hand fiel: Da war er plötzlich, ein riesiger Batzen Geld, der dort laut Plan noch gar nicht hätte sein dürfen. Über zwölf Monate lang hatte ich mich mit der deutschen Familienkasse rumgeschlagen, mich durch einen Berg aus 25.000 Zetteln gewühlt und fünfmal denselben Nachweis eingereicht, nur um immer wieder gegen eine Wand aus bürokratischer Stille zu laufen. Es war dieses kräftezehrende Ziehen, dieses verzweifelte Gefühl, jeden verdammten Millimeter kontrollieren zu müssen, damit sich endlich etwas bewegt. Doch erst in dem Moment, als...