#19 Gleichberechtigung - oder sind wir doch nicht gleich?

Shownotes

Gleichberechtigung schön und gut, aber müssen wir dafür so wie Männer handeln? Ich meine, ganz ehrlich, ich hab keinen Bock, mir die Brust zu trommeln und in Tarzan-Manier mit Elllbogen-Taktik durchs Leben zu hüpfen, nur damit mich irgendwer ernst nimmt. Ich will erfolgreich sein. Ja. Ich will mein Business rocken. Ja. Ich will meine Kinder schaukeln. Jaaahaaa, und das alles gerne stringent und zielorientiert. Aber muss ich dafür aufhören, weich zu sein? Muss ich dafür so tun, als wäre Intuition weniger wert als Strategie? In dieser Folge erzähle ich, warum uns diese ganze Gleichmacherei oft in eine Rolle presst, die gar nicht zu uns passt. Warum sich viele Frauen in einer ständigen Kampfhaltung und nicht endendem Leistungsdrang wiederfinden, statt ihrem eigenen Rhythmus zu folgen und dabei über kurz oder lang ausbrennen. Und was wirklich passiert, wenn wir uns erlauben, unsere weiblichen Qualitäten nicht länger wegzudrücken, sondern bewusst zu leben. Gleichberechtigt ja, aber doch nicht gleichgemacht. Wenn du auch keine Lust mehr hast, dich ständig zu verbiegen, nur um im Leben deine Ziele zu erreichen dann hör rein. Ich teile meinen Blick auf Gleichwertigkeit, ohne dass du dich dafür zum besseren Mann machen musst.

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Transkript anzeigen

Speaker0: Hello, hello, herzlich willkommen hier wieder zu einer neuen Folge von Pleasure.

Speaker0: Ja, sehr schön, lasst uns diese Woche mal wieder direkt rein starten.

Speaker0: Ich liebe das immer sofort rein zu starten in die wichtigen Dinge.

Speaker0: Und zwar habe ich eine Nachricht oder mehrere Nachrichten bekommen und ich liebe

Speaker0: es immer, auf eure Nachrichten und auf eure Nachfragen einzugehen,

Speaker0: weil ich das so schön finde, eure Gedanken zu den Themen zu hören.

Speaker0: Und es ging, es war auf eine Instagram-Story zum Thema Lust und Frausein und

Speaker0: dieses Frau, Wildfrausein wieder zurückzuerobern.

Speaker0: Und da kam eine Frage, die ich einfach mal vorlesen möchte, die ich super spannend finde.

Speaker0: Passt das denn zum Thema Gleichberechtigung, frage ich mich gerade,

Speaker0: was in uns diese männliche Energie so sehr weckt. Alles so schwierig.

Speaker0: Man will ganz Frau sein, doch gleichzeitig soll man stark sein und niemanden brauchen müssen.

Speaker0: Die Fragestellerin hat auch geschrieben, dass sie schon sehr lange alleinerziehend und Single ist.

Speaker0: Und eine andere Frage war noch, manchmal weiß ich auch nicht,

Speaker0: was der heutige Mann lieber mag.

Speaker0: Die weichen, feminine Frau, die Ängste hat und beschützt werden will.

Speaker0: Oder lieber die eine, die mit aus dem Flieger springt und Berge rauf und runterklettert.

Speaker0: Sozusagen eher der Kumpeltyp, alles gleichzeitig können wir nicht bieten,

Speaker0: geht ja irgendwie nicht.

Speaker0: Ja, und ich mag diese Frage super, super gerne. Finde das ganz schön und wichtig.

Speaker0: Auf diese Fragen eingehen zu können und eingehen zu wollen.

Speaker0: Und es kann sein, dass ich den einen oder anderen mit meiner Sicht der Dinge

Speaker0: zum Thema Gleichberechtigung massiv triggern werde.

Speaker0: Ich sage es nur schon mal vorneweg, weil ich mich hier in dieser Folge einfach

Speaker0: mal so zeigen möchte, wie ich wirklich bin und was ich wirklich denke.

Speaker0: Und ich glaube, dass wir mit diesen Fragen, die jetzt da kamen,

Speaker0: was mag denn der heutige Mann lieber?

Speaker0: Will er lieber die Frau, die weich ist und in ihrer Weiblichkeit oder die,

Speaker0: die hier jetzt alles alleine kann?

Speaker0: Und es geht ja nicht nur darum, was will der Mann, sondern auch,

Speaker0: was will ich als Frau sein? Was will ich zeigen? Wie will ich mich zeigen?

Speaker0: Mir geht es nochmal ganz zum Anfang dazu, dass wir natürlich immer in uns beide

Speaker0: Pole haben. Männliche Energie, weibliche Energie.

Speaker0: Es geht nie darum, dass das eine immer nur der Mann kann und das andere immer nur die Frau kann.

Speaker0: Und so muss ein Mann sich verhalten und so muss eine Frau sich verhalten.

Speaker0: Ich habe da neulich schon Diskussionen geführt und habe gedacht so, krass.

Speaker0: Nein, wir haben beide, immer beide Energien in uns.

Speaker0: Und gleichzeitig ist immer eine Energie davon dominanter.

Speaker0: Das kann zu einem bestimmten Moment sein, das kann grundsätzlich sein.

Speaker0: Und das kann sich natürlich auch im Laufe des Tages, im Laufe der Zeit,

Speaker0: im Laufe der Wochen, Monate und im Laufe deiner Entwicklung absolut verändern.

Speaker0: Und jetzt kommen wir an einen spannenden Punkt, nämlich die Frage nach diesem,

Speaker0: wie geht das einher mit dem ganzen Thema Gleichberechtigung,

Speaker0: wo wir seit Jahrzehnten sozusagen dabei sind,

Speaker0: wo viele Frauen jahrzehnte, jahrhunderte lang für gekämpft haben,

Speaker0: dass wir Frauen in eine Position kommen, in der wir gleichberechtigt sind,

Speaker0: in der wir gleichbedeutend sind,

Speaker0: in der wir die gleichen Möglichkeiten haben wie die Männer etc.

Speaker0: Und ich habe da einen etwas ungewöhnlichen Standpunkt zu, wahrscheinlich,

Speaker0: und möchte in dieser Folge gerne mit dir teilen.

Speaker0: Vorneweg, und ich muss das einfach noch mal sagen, falls das Leute falsch verstehen.

Speaker0: Natürlich bin ich dafür, dass wir Frauen gleichberechtigt sind und gleichbedeutend

Speaker0: und gleichwertig sind. Ja, ist für mich ein Unterschied.

Speaker0: Und ich finde es großartig, wie in den letzten Jahrzehnten, aber bis zum Jahrhundert zurück,

Speaker0: Frauen dafür aufgestanden sind zu sagen, hey, wir wollen in diesem Patriarchat

Speaker0: die gleichen Rechte haben wie die Männer.

Speaker0: Ja, ja, dass Frauen bis vor 50 Jahren oder was war das, noch nicht mal ein eigenes

Speaker0: Bankkonto eröffnen konnten oder ihren Mann um Erlaubnis fragen mussten,

Speaker0: wenn sie arbeiten gehen müssen.

Speaker0: Das wäre jetzt keine Ära, in der ich mich wohl gefühlt hätte.

Speaker0: Und jeder, ich glaube, der mich hier jetzt so wahrnimmt und kennenlernt,

Speaker0: der wird sich das denken können, dass ich nicht eine von denen bin,

Speaker0: die sagt, ja, nee, dann sitze ich mal zu Hause und koche ein paar Kartoffelklöße. Das passt für mich.

Speaker0: Also nur, dass wir das schon mal hier irgendwie klar haben.

Speaker0: So eine bin ich nicht und das, ja, glaube ich, steht auch hier gar nicht zur

Speaker0: Debatte. Das heißt, ich finde es großartig, dass wir Frauen,

Speaker0: die Rechte haben, die wir heute haben.

Speaker0: Punkt. Gleichzeitig glaube ich,

Speaker0: dass der ganze Diskurs um Gleichberechtigung und um Gleichwertigkeit sehr dazu

Speaker0: geführt hat, dass wir heute an einer Stelle stehen, wo viele Frauen in diese Energie gehen,

Speaker0: die wir von den Männern kennen.

Speaker0: Und das ist eine Energie in meiner Welt, die eben diese typischen männlichen Qualitäten hat.

Speaker0: Und du kannst die männlich nennen oder du kannst die wie auch immer nennen,

Speaker0: wie auch immer dir der Schnabel gewachsen ist, wie du sie nennen möchtest.

Speaker0: Es ist nun mal per se eine tendenziell männliche Energie, zum Beispiel zielgerichtet

Speaker0: zu sein. Das bedeutet nicht, dass wir Frauen nicht zielgerichtet sein können.

Speaker0: Das bedeutet lediglich, dass das eine männliche Energie ist,

Speaker0: die wir Frauen sehr wohl in unserem Leben brauchen und haben und leben können.

Speaker0: Ja, guckt ihr mein Leben an, ich bin super zielgerichtet.

Speaker0: Wenn wir aber als Frauen versuchen, die männlichen Qualitäten eins zu eins zu

Speaker0: übernehmen und Business zum Beispiel so machen wie die Männer und unseren Alltag

Speaker0: so führen wie die Männer,

Speaker0: dann führt das dazu, dass wir Frauen uns automatisch ausbrennen.

Speaker0: Nicht, weil wir nicht dazu in der Lage sind, Ziele zu verfolgen,

Speaker0: nicht, weil wir nicht dazu in der Lage sind, straight zu sein und uns auf irgendwas

Speaker0: einzuschießen und sagen, bam, das möchte ich und das hole ich mir.

Speaker0: Das Problem, was in meiner Welt und in meinen Augen auftaucht,

Speaker0: ist, dass wir Frauen versuchen, die männlichen Qualitäten zu kopieren.

Speaker0: Und damit versuchen wir Frauen, im Grunde der bessere Mann zu sein.

Speaker0: Und in meiner Welt ist das nicht, wie wir Frauen gemacht sind.

Speaker0: Ich glaube sehr wohl, dass wir Frauen durchsetzungsstark sein können,

Speaker0: dass wir Frauen zielgerichtet sein

Speaker0: können, dass wir Frauen straight sein können, dass wir Frauen all das.

Speaker0: Und dass das zu einem gewissen Anteil auch sehr, sehr wichtig ist für bestimmte Dinge im Leben.

Speaker0: Mein Alltag mit den drei Kindern wäre ohne die Zielgerichtetheit relativ schwierig.

Speaker0: Mein Business aufzuziehen wäre ohne eine Zielstrebigkeit relativ schwierig und so weiter.

Speaker0: Nur, ich habe gemerkt, dass es mir persönlich viel leichter fällt, wenn ich mir erlaube,

Speaker0: meine weiblichen Qualitäten mitzunehmen dabei und nicht die hinten überfallen

Speaker0: zu lassen, weil ich sehe, dass die Männer sie nicht benutzen,

Speaker0: also mache ich es genauso wie die Männer.

Speaker0: Das ist auch genau das, was ich sehe bei ganz vielen Frauen,

Speaker0: die im Business erfolgreich sind, die erfolgreich Business führen wollen und

Speaker0: es dann vielfach genauso machen wie die Männer.

Speaker0: Und uns Frauen bringt das, ich will nicht sagen, dass es die Männer nicht dahin

Speaker0: bringt, aber boah, ich glaube uns Frauen nochmal viel, viel mehr,

Speaker0: bringt das so sehr an einen Rand der Erschöpfung, bringt das so sehr an ein,

Speaker0: es fühlt sich nicht natürlich an,

Speaker0: weil wir Frauen anders ticken und weil wir an vielen Stellen diese Qualitäten

Speaker0: durchaus auf die zugreifen können und die super für uns nutzen können.

Speaker0: Aber ich persönlich glaube, dauerhaft in diesen Qualitäten zu leben,

Speaker0: wie viele Männer das tun, ist für uns Frauen nicht gesund.

Speaker0: Und da kannst du jetzt von halten, was du willst...

Speaker0: Ich glaube, die weibliche Qualität zum Beispiel, im Flow zu sein,

Speaker0: intuitiv zu sein, die mit einzubauen in dein Leben, in deinem Business,

Speaker0: dieses Fühlen, dieses...

Speaker0: Das sanft werden, dieses Flowige, das bedeutet doch nicht, dass du kein Ziel

Speaker0: erreichen kannst, wenn du flowst oder wenn du in deiner Intuition folgst.

Speaker0: Ich habe so unfassbar viele Ziele erreicht, indem ich meiner Intuition gefolgt bin.

Speaker0: Aber nicht, indem ich sage, jetzt nochmal doller.

Speaker0: Für mich ist das immer so ein bisschen so trainieren in der Muckibude,

Speaker0: wo du dann sagst, ich gehe jetzt über meinen Körper rüber und der muss,

Speaker0: das muss jetzt ein bisschen wehtun.

Speaker0: Und dann kann ich so, wo ich mir so denke, Alter, ich mag auch gern Muskeltraining und so, ne?

Speaker0: Aber geht das auch auf eine schöne Art und Weise? Kann das auch Spaß machen?

Speaker0: Ja, kann ich das gleiche Ziel erreichen auf einem anderen Weg?

Speaker0: Und ich glaube, der ist total wichtig.

Speaker0: Es geht nicht darum, dass Frauen die Ziele nicht erreichen sollen,

Speaker0: weil sie die nicht erreichen können, weil die nicht zielstrebig sind,

Speaker0: weil da eine männliche Qualität ist.

Speaker0: Es geht darum, können wir das erreichen auf einem anderen Weg,

Speaker0: auf einer Weichheit? Können wir das erreichen mit einer Intuition?

Speaker0: Können wir das erreichen mit

Speaker0: einem Flow, mit einem Tanz, mit einem kleinen Umweg und trotzdem da sein?

Speaker0: Können wir das erreichen mit Genuss, mit Hingabe, mit Anlehnen ans Universum?

Speaker0: Anstatt, ich ziehe das jetzt durch, weil das muss. Und das sind genau die Qualitäten,

Speaker0: die ich manchmal in Männern sehe und denke, oh mein Gott, das muss unfassbar

Speaker0: anstrengend und schwierig sein.

Speaker0: Ich kann da nicht für alle Männer sprechen, sondern ob die das als anstrengend

Speaker0: und schwierig empfinden.

Speaker0: Und da sind wir ja wieder an dem Punkt, dass Männer auch total gerne mal auf

Speaker0: die weiblichen Qualitäten zugreifen könnten, weil das durchaus auch mal sehr

Speaker0: angebracht ist, bei einem Mann zu sagen, ah,

Speaker0: wo kann ich mehr flowen, wo kann ich mehr in der Hingabe, wo kann ich mich mehr

Speaker0: dem Leben hingeben, anstatt immer alles auf Krampf mit Kampf durchsetzen zu wollen.

Speaker0: Das steht ja nochmal wieder auf einem ganz anderen Blatt wie das Männer machen

Speaker0: können aber für uns Frauen in meiner Welt ist es so so so wichtig zu sagen oh.

Speaker0: Wo kann ich in die weiblichen Qualitäten gehen und das gleiche Ziel erreichen?

Speaker0: Wo kann ich gleich bedeutend, gleich wertig und gleich wichtig sein wie ein

Speaker0: Mann, aber das bedeutet nicht, dass ich alles gleich machen muss wie der Mann.

Speaker0: Nur weil ich gleich wichtig und gleich berechtigt bin, heißt das doch nicht, ich muss gleich sein.

Speaker0: Und der ist mir so, so, so wichtig. Warum müssen wir im Zuge der Gleichberechtigung

Speaker0: immer davon ausgehen, dass alles genau gleich gemacht werden muss und für alle

Speaker0: genau die gleichen Regeln gelten müssen?

Speaker0: Was wäre denn, wenn es um das Endergebnis geht? Ja, sowas wie,

Speaker0: hey, wir wollen gerne, dass alle Menschen die Position X haben,

Speaker0: gleich viel verdienen, egal ob sie Frau sind oder Mann. Wow,

Speaker0: cool, unterschreibe ich dir sofort, ja.

Speaker0: Bedeutet das aber, dass Frau genauso arbeiten muss wie Mann?

Speaker0: Nein. In meiner Welt? Nein.

Speaker0: Und jeder, der sagt, nee, das ist der einzige richtige Weg, mach da,

Speaker0: ne, zwölf Stunden, bam, bam, bam, du musst durchziehen von morgens bis abends

Speaker0: und ganz viele Überstunden.

Speaker0: Ja, los, mach, brüll, Tiger, brüll, ja. Not my business.

Speaker0: Für mich geht es darum, ich erschaffe mir meine Welt, in der ich die gleichen

Speaker0: Möglichkeiten habe wie die Männer.

Speaker0: Und das muss ich mir nicht, und der ist mir halt nochmal total wichtig,

Speaker0: das muss ich mir nicht über Kampf erschaffen.

Speaker0: Sondern das kann ich mir über Flow erschaffen und über das machen wir nochmal so ein bisschen.

Speaker0: Ich hatte neulich so eine spannende Diskussion ich weiß gar nicht,

Speaker0: ob die, das passt jetzt aber eigentlich dazu ganz gut,

Speaker0: Da ging es darum, dass ein Mann von einem anderen Mann nicht ernst genommen

Speaker0: wurde und da sozusagen sein Ziel nicht erreichte, was er bei diesem Mann durchsetzen wollte.

Speaker0: Und das war so ein bisschen wie zwei Stiere, die aufeinandertreffen.

Speaker0: Die haben so gefühlt miteinander gekämpft. Ich finde das scheiße und ich finde das scheiße.

Speaker0: Und dann habe ich so gedacht, weißt du, was ich jetzt... Dann habe ich so gedacht,

Speaker0: du darf ich mal mit dem reden.

Speaker0: Und er dann so, ja, der wird dich genauso anbrüllen und was nicht was.

Speaker0: Und dann habe ich so gedacht, ich würde es ja gar nicht wie ein Mann angehen.

Speaker0: Ich würde ja gar nicht da reingehen, mir wie so ein Tarzan auf die Brust trommeln

Speaker0: und sagen, hey, pass mal auf, ich zeige dir jetzt mal, wer hier der Typ ist.

Speaker0: So, ich bin nicht stärker als du, ich setze meine Sache durch.

Speaker0: Weißt du, was ich machen würde? Ich würde erst mal hardcore mit dem flirten.

Speaker0: Pass auf, ich würde den, hi, ich wäre ganz nett zu dem.

Speaker0: Dann würde ich den weich kochen wie Butter und dann würde ich dem sagen, was ich haben möchte.

Speaker0: Würde ich am Ende mein Ziel genauso durchsetzen wie der Mann?

Speaker0: Wahrscheinlich sogar viel besser als der Mann.

Speaker0: Würde ich es auf dem gleichen Weg machen? Nein. Ich mache es als Frau weich.

Speaker0: Ich mache es charmant. Ich mache es auf meine Art. Ich mache das anders.

Speaker0: Und das war für mich so ein ganz schönes Beispiel. Geht es jetzt denn als Frau

Speaker0: darum, sich da hinzustellen und zu sagen, ich mache das jetzt hier,

Speaker0: pass auf, kann mich auch durchsetzen?

Speaker0: Oder gibt es einen anderen Weg? und da habe ich gleich das Gefühl gehabt,

Speaker0: nein, mein Weg ist viel schlauer.

Speaker0: Ich durfte ihn nicht ausprobieren leider, aber ich bin mir sicher,

Speaker0: er hätte deutlich besser funktioniert.

Speaker0: Das ist so ein ganz, also das ist nur so ein praktisches Beispiel für,

Speaker0: wir können doch das gleiche Ziel haben, aber der Weg dahin muss doch nicht der gleiche sein.

Speaker0: Und jetzt gehen wir mal einen Schritt zurück bei dem, worauf stehen denn jetzt

Speaker0: die Männer eigentlich wirklich?

Speaker0: Auf die Frau, die jetzt diese männlichen Komponenten hat, also mehr so der Kumpeltypen,

Speaker0: der kannst du alles machen und bumms, ja?

Speaker0: Oder geht es mehr um die Weiblichkeit, um das Sanfte, um das vielleicht aber

Speaker0: manchmal auch Ängstliche, ja, wo der Mann sagen kann, ich bin dein Beschützer.

Speaker0: Und in meiner Welt ist so dieses, was ist denn, wenn beides geht?

Speaker0: Und in dem Kommentar stand ja vorhin drin, ja, beides geht ja irgendwie nicht

Speaker0: gleichzeitig. Stimmt, es geht nicht beides gleichzeitig.

Speaker0: Und das bedeutet aber nicht, dass nicht beides möglich ist.

Speaker0: Zum Beispiel in meinem Leben gibt es viele Momente, wo ich mich durchsetzen muss,

Speaker0: wo ich eine Straightheit, eine Klarheit an den Tag legen muss,

Speaker0: wenn ich irgendwas organisiere mit meinen drei Kids,

Speaker0: wenn ich hier im Alltag irgendwie alleine bin mit denen, dann geht es um viel

Speaker0: Struktur, dann geht es um viel, sage ich mal, per se tendenziell männliche Energie.

Speaker0: Da darf ich mein Leben im Griff haben und da habe ich so diese Energie von,

Speaker0: ich schaffe das hier alleine.

Speaker0: Und in diese Energie von, ich schaffe das hier alleine, wo kann ich da Weichheit reinbringen?

Speaker0: Und wo kann ich da Weiblichkeit reinbringen?

Speaker0: Und wo kann ich da etwas reinbringen, wo ich sage, wo bin ich im Flow?

Speaker0: Und das Krasse ist, dass in meiner Welt plötzlich sich so Türen aufmachen,

Speaker0: wo ich merke, es geht beides.

Speaker0: Wenn wir wegkommen von dem Stereotyp, dem wir bislang geglaubt haben,

Speaker0: Die Frau muss entweder der harte Mann sein, also dieses Bäm,

Speaker0: Bäm, Bäm, Bäm, ich ziehe jetzt hier alles durch und ich stehe jetzt für mich

Speaker0: ein und bumm, bumm, bumm, schafft das alles alleine.

Speaker0: Oder sie ist die kleine Maus, die so, ach, ich weiß aber auch gar nicht,

Speaker0: wie ich mir zu helfen, kannst du mir helfen?

Speaker0: Ich frage schon auch mal jemanden um Hilfe, wenn ich sage, du sprich mein blödes

Speaker0: Feuer hier nicht an, kannst du mir mal helfen?

Speaker0: Und gleichzeitig habe ich ganz viele Momente in meinem Leben,

Speaker0: wo ich das alleine hinkriege und das wunderbar ist.

Speaker0: Und ich habe neulich das schönste Kompliment von einem Mann bekommen,

Speaker0: wenn man sich so vorstellt, ich habe mein eigenes Business, ich habe meine drei

Speaker0: Kids allein, wir wohnen im Ausland, ich wuppiere alles allein.

Speaker0: Das ist ja per se schon mal eine Qualität, die eher für Männlichkeit spricht,

Speaker0: von ich schulter das alleine, Ich bin sehr zielgerichtet, ich bin sehr effizient

Speaker0: und so weiter und so weiter und so weiter.

Speaker0: Und viele Männer zum Beispiel sind dann tendenziell ein bisschen abgeschreckt,

Speaker0: weil die hat alles allein im Griff, die braucht jetzt nicht den Beschützer,

Speaker0: die braucht nicht den Versorger, die braucht nicht den Superman,

Speaker0: der zur Rettung springt und sagt, Baby, lass mich dein Held sein.

Speaker0: Und in meinem Kopf war lange so, ob das vielleicht eher abschreckend wirkt.

Speaker0: Und dann sagte ein Mann zu mir, boah, gar nicht, überhaupt nicht abschreckend,

Speaker0: das macht dich noch sexier und du bist so weich.

Speaker0: Du hast gar nicht diese Qualität von, zack, ich schaff das jetzt hier alles alleine.

Speaker0: Und in dem Moment war für mich so, wow, ich glaube, es hat noch nie ein Mann

Speaker0: zu mir zuvor gesagt, dass ich so weich bin.

Speaker0: Und das bedeutet ja nicht, dass ich ein Weichei bin, im Sinne von,

Speaker0: ich kriege ja nichts gebacken alleine,

Speaker0: sondern dass ich eine ganz weiche Energie in dieser Begegnung mit diesem Mann

Speaker0: habe und trotzdem eine unfassbare innere Stärke, weil ansonsten könntest du

Speaker0: mein Leben gar nicht wuppen.

Speaker0: Und das geht zusammen, wenn du in diese, das ist mein Ziel, das ist das,

Speaker0: was ich als Frau schaffe und was ich mir aufbaue und wofür ich stehe und was ich bin.

Speaker0: Und ich kann das in einer Weichheit und in einem Flow und in diesen weiblichen

Speaker0: Energien kann ich das zusammenbringen.

Speaker0: Und das war für mich der Moment, als der zu mir sagte, du bist so weich.

Speaker0: Ich habe das als ein so unfassbares Kompliment aufgefasst, weil ich glaube,

Speaker0: vorher hat das noch nie jemand zu mir gesagt und ich glaube,

Speaker0: ich war auch vorher nicht so.

Speaker0: Ich war bislang auch nicht in der, ich war bislang in der harten männlichen Energie.

Speaker0: Und männliche Qualitäten zu haben und zu leben im Leben und trotzdem in der

Speaker0: weiblichen Weichheit zu sein, das ist für mich das schönste Kompliment gewesen,

Speaker0: weil ich so dachte, ja, es funktioniert.

Speaker0: Ich kann mir eine Gleichberechtigung schaffen,

Speaker0: indem ich diese Qualitäten habe und mein Leben so gestalte und gleichzeitig

Speaker0: in meinem weiblichen Flow,

Speaker0: in meiner Weichheit, in meiner Hingabe, in meiner liebevollen,

Speaker0: fließenden Art zu sein und das eine schließt das andere nicht aus.

Speaker0: Und ich glaube sogar, und ich gehe so weit zu sagen, das ist auch für Männer der Weg.

Speaker0: Die können ihre männlichen Qualitäten leben, indem sie ein bisschen mehr die

Speaker0: weiblichen mit reinnehmen.

Speaker0: Weil ich glaube, das würde den Männern auch gut tun.

Speaker0: Ja, und das würde auch zur Gleichberechtigung beitragen. Aber eben dann nicht zu,

Speaker0: wir sind jetzt völlig auf der weiblichen Schiene und du darfst nie wieder irgendwie

Speaker0: diese Stärke zeigen und diese Durchsetzungskraft und dieses,

Speaker0: Ich gebe den Ton an und ich gehe vor und ich mache jetzt hier und ich bin der Umsetzer und so weiter.

Speaker0: Das wird ja auch so vielen Männern dann irgendwo ein Stück weit verboten,

Speaker0: weil es dann heißt, nein, wir Frauen müssen aber jetzt erst mal vorne stehen

Speaker0: und nicht ihr Männer. Wo ich so denke, lass die doch vorne stehen.

Speaker0: Meine Güte, weißt du, wo ich, wie gesagt, glaube, habt ihr einfach einen anderen Blick drauf als viele.

Speaker0: Aber ich glaube, es ist die Kombination aus, wie kann ich das eine leben,

Speaker0: aber auf meine weibliche Art?

Speaker0: Wie können die Männer, die Weiblichkeit leben, aber auf ihre männliche Art?

Speaker0: Gut, wie gesagt, ich bin kein Kunt für Männer, das können die gerne,

Speaker0: so, noch nicht, noch nicht.

Speaker0: Das können die gerne irgendwie anders lösen. Aber wenn ich jetzt mal für uns

Speaker0: Frauen drauf schaue, dann ist es für mich so ein Gefühl von,

Speaker0: das ist genau das, was ich möchte.

Speaker0: Ich möchte in einer Energie sein von, ich schaffe mir das, ich schaffe mir meine Gleichberechtigung,

Speaker0: ich fühle mich dazu in der Lage, Dinge zu schaffen, die vielleicht bislang Männern

Speaker0: vorbehalten waren oder wie auch immer.

Speaker0: Und ich kann das in einer weiblichen, weichen, genussvollen,

Speaker0: fließenden, freudigen Art und Weise machen.

Speaker0: Und ich liebe diese Kombination, weil es ist für mich so, oh geil,

Speaker0: ich muss mich nicht entscheiden, ob ich die kleine, ängstliche Frau bin,

Speaker0: die sagt, oh, kannst du mir mal das Marmeladenglas aufmachen?

Speaker0: Ich kriege den scheiß Marmeladenglas alleine auf, aber ich lasse den Mann trotzdem

Speaker0: mein Held sein und mir das Marmeladenglas aufmachen.

Speaker0: Und ich frage den trotzdem, kannst du mir das Feuer anmachen?

Speaker0: Und ich sage dem trotzdem, kannst du mir hier helfen und daher,

Speaker0: ich lasse dem mein Held sein.

Speaker0: Bedeutet aber nicht, dass ich es nicht könnte, wenn ich wollte.

Speaker0: Es ist schöner für mich und einfacher für mich, wenn der mir an Stellen hilft.

Speaker0: Und ich habe meine Durchsetzungskraft und ich habe meine Zielgerichtetheit und

Speaker0: ich habe meine Vision und ich folge ihr mit ganz viel Weichheit, mit ganz viel Flow,

Speaker0: mit ganz viel Freude, mit ganz viel Hüftbewegung und mit ganz viel Pleasure.

Speaker0: So, und ich hoffe, das hat jetzt so ein bisschen meinen Blick da drauf gezeigt.

Speaker0: Und steigt mir gerne aufs Dach, wenn

Speaker0: ihr andere Themen habt zum Thema Gleichberechtigung oder andere Ansichten.

Speaker0: Oder schreibt mir gerne, wenn ihr das genauso seht. Ich mag mich super gerne

Speaker0: mit euch austauschen darüber und wie ihr das seht.

Speaker0: Ich kann mir nämlich sogar vorstellen, dass es für ganz viele Frauen unfassbar

Speaker0: anstrengend ist in der heutigen Welt.

Speaker0: Dieses, ich schaffe das alles alleine aufrecht zu erhalten und immer das Gefühl

Speaker0: zu haben, in einem ständigen Kampf zu sein.

Speaker0: So fühlte es sich für mich bislang an und es ist ja nicht so,

Speaker0: als wenn sich jetzt im Außenmasse was verändert hat.

Speaker0: Also ja, ich habe mich getrennt von meinem Ex-Mann, aber das würde ja eher noch

Speaker0: dazu führen, dass ich mich noch mehr im Kampf fühle, weil ich jetzt auch alles alleine mache.

Speaker0: Und ich glaube, dass das eben ganz, ganz vielen so geht, dass es sich anfühlt

Speaker0: wie ein ständiger Kampf, weil wir halt versuchen, gleich zu sein wie die Männer.

Speaker0: Und was wäre, wenn wir umarmen könnten, dass wir überhaupt nicht gleich sind?

Speaker0: Wir sind so weit von gleich entfernt, wir Männer und Frauen.

Speaker0: Wir sind so weit von gleich entfernt. Und das ist super.

Speaker0: Das ist so gut so, dass Männer so anders sind in ihrer Core-Qualität.

Speaker0: Und wir Frauen so anders sind in unserer Core-Qualität und dass die Kombination

Speaker0: aus beidem so wunderschön sein kann und dass dieses,

Speaker0: welche männlichen Anteile in mir will ich heute leben und welche weiblichen

Speaker0: Anteile in mir will ich heute leben und welche männlichen Anteile von mir gehen

Speaker0: automatisch raus und wo ist das Gegenstück,

Speaker0: dass die anderen Anteile genau lebt oder die gleichen Anteile genau lebt.

Speaker0: Und dass das einfach so schön ist zu merken, nein, das, was uns so besonders

Speaker0: macht als Menschen auf dieser Welt, ist, dass wir so anders sind und dass wir nicht so gleich sind.

Speaker0: Und gleichzeitig sind wir gleich bedeutend.

Speaker0: Aber das bedeutet nicht, dass wir gleich sind.

Speaker0: Und in diesem Sinne, mit diesen Worten, möchte ich diesen Podcast schließen

Speaker0: für heute. Ich wünsche euch eine ganz, ganz wunderschöne Woche.

Speaker0: Macht es gut, bis zum nächsten Mal. Bye, pleasure.

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