#22 Drauf geschissen - was ich in 2026 anders machen will
Shownotes
Drauf geschissen. Dieser Satz fasst ziemlich gut zusammen, was in mir gerade arbeitet. Ich habe gemerkt, wie sehr ich mich daran gewöhnt habe, alles richtig machen zu wollen. Richtig essen, richtig sprechen, richtig denken, richtig sein. Bloß niemandem auf die Füße treten, bloß nicht anecken, bloß korrekt bleiben. Und während ich mich nach außen angepasst habe, wurde es innen immer enger. In dieser Folge geht es genau um diesen inneren Konflikt zwischen Anpassung und Wahrheit. Um den People Pleaser, der immer mitredet, und den Rebell, der endlich mal den Mund aufmachen will. Um kleine Beispiele wie Essen, Ordnung, Sprache, Dating und große Fragen wie: Wie viel von mir halte ich eigentlich zurück, nur um zu gefallen? Vielleicht spürst du beim Zuhören, wo du selbst noch zu sehr auf richtig programmiert bist. Und vielleicht ist genau das der Moment, in dem du Lust bekommst, ein paar Regeln zu lockern. Was dann passiert, erzähle ich dir in dieser Folge.
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Speaker0: Welcome, welcome zu einer neuen Folge von Pleasure und damit auch ein herzliches
Speaker0: Willkommen in diesem neuen Jahr, oh mein Gott, 2026.
Speaker0: Und natürlich an so einem Tag, wo das neue Jahr losgeht, vielleicht hörst du
Speaker0: diesen Podcast auch irgendwann im neuen Jahr, ist ja ganz egal,
Speaker0: aber ist es immer so ein bisschen dieser Start in ein neues Jahr,
Speaker0: ist immer so ein bisschen so ein Neustart und auch ein Ausrichten,
Speaker0: was möchte ich im neuen Jahr, was ist mir wichtig, worauf will ich meinen Fokus
Speaker0: liegen und genau darum soll es in dieser heutigen Folge nämlich auch gehen.
Speaker0: Ich habe nämlich ein paar Dinge für dieses Jahr 2026, die ich definitiv anders
Speaker0: machen werde als in den Jahren davor.
Speaker0: Und das möchte ich heute mit euch teilen.
Speaker0: 2026 ist übrigens nicht nur grundsätzlich ein neues Jahr, was jetzt sozusagen
Speaker0: anfängt. Es ist auch das Jahr des Neubeginns.
Speaker0: Denn für alle, die sich ein bisschen mit Astrologie und Numerologie auskennen,
Speaker0: 2025 war ein neuner Jahr, also wenn man die Zahlen zusammenrechnet.
Speaker0: Und das neuner Jahr ist das Jahr des Abschlusses, also neun steht für den Abschluss,
Speaker0: für altes hinter sich lassen und ich weiß nicht, wie das bei euch in euren Leben
Speaker0: so ist, aber ich kann für mich sagen, das stimmt sehr.
Speaker0: Ich habe 2024 und 2025 sehr viele Dinge hinter mir gelassen,
Speaker0: die nicht mehr zu mir und zu meinem Leben passen und 2026 ist ein einer Jahr
Speaker0: und damit das Jahr des Neubeginns und ja, wer Lust hat, da müssen rein. weiter reinzusteigen.
Speaker0: Das ist echt tatsächlich sehr, sehr spannend, so das Thema Astrologie und was
Speaker0: diese Jahre für eine eigene Energie haben.
Speaker0: Und ich weiß noch, dass mir meine Astrologin Anfang 2025 gesagt hat,
Speaker0: 2025 wird für dich, Claudia, ein richtig krasses Jahr. Oh, ich weiß nicht, das ist schon heftig.
Speaker0: Und ich noch so, naja, lass mich mal reden, das sieht ja alles ganz gut aus.
Speaker0: Ja gut, also ich kann jetzt im Nachhinein nur sagen, 2025 war ein krasses Jahr,
Speaker0: einfach weil ich sehr, sehr viel abstreifen durfte, was nicht mehr zu mir gehört
Speaker0: und sehr viele neue Identitäten reinfinden durfte.
Speaker0: Und vielleicht geht es dir ähnlich oder ging es dir ähnlich im letzten Jahr.
Speaker0: Und 2026 hat einfach eine ganz neue und ganz andere Qualität.
Speaker0: Und als ich mich jetzt hier eben hingesetzt habe und für mich überlegt habe,
Speaker0: was ist das, was ich 2026 anders machen möchte, was sind meine klassischen Ziele und so weiter.
Speaker0: Ich will hier nicht darüber reden, was ich für ein Ziel mir gesetzt habe,
Speaker0: aber es geht mehr darum, was möchte ich anders machen 2026.
Speaker0: Und das hat auch ganz viel mit Pleasure zu tun.
Speaker0: Und da ist sofort etwas hochgekommen in mir. Und zwar möchte ich viel weniger gefallen.
Speaker0: Es ist so krass. Ich habe so einen krassen People Pleaser in mir,
Speaker0: auch an so vielen Stellen noch.
Speaker0: Ich merke das ganz, ganz doll im Business, ich merke das beim Daten,
Speaker0: ich merke das an so vielen Stellen, dass ich gefallen möchte,
Speaker0: dass ich möchte, dass Menschen mich mögen und ich meine dieses Eingebaute in jedem von uns,
Speaker0: wir möchten zur Gruppe dazu gehören, wir möchten ein Teil der Gruppe sein,
Speaker0: das ist normal, wir möchten nicht gerne der Außenseiter sein oder die wenigsten
Speaker0: fühlen sich mit dieser Position sehr, sehr wohl auf Dauer.
Speaker0: Und trotzdem habe ich das Gefühl, dass es manchmal bei mir extrem ausgeprägt ist.
Speaker0: Und dann ist mir aufgefallen, es ist nicht nur das People-Pleasing,
Speaker0: es ist so sehr ein inneres Streben danach, alles richtig machen zu wollen.
Speaker0: Und vielleicht kennst du das auch, aber ich bin so jemand, ich habe früher mal
Speaker0: Alkohol getrunken und ja, ich habe da auch mal über die Stränge geschlagen und
Speaker0: war das ein oder andere Mal betrunken und so weiter. Aber so,
Speaker0: ich habe nie irgendwelche Drogen ausprobiert.
Speaker0: Ich bin immer pünktlich zu Hause gewesen.
Speaker0: Ich habe immer den Müll getrennt. Ich halte mich an alle Verkehrsregeln.
Speaker0: Ich laufe nie bei Rot über die Straße.
Speaker0: Ich versuche irgendwie immer alles
Speaker0: richtig zu machen so für die Umwelt und dies und das und bla und blub.
Speaker0: Und es ist so krass, wie sehr ich versuche, mich an alle gesellschaftlichen
Speaker0: Normen zu halten, um immer alles richtig machen zu wollen.
Speaker0: Ich habe in mir selber so einen Barometer für, es gibt ein richtig und es gibt ein falsch.
Speaker0: Und ich muss bitte immer schaffen, das richtig zu machen.
Speaker0: Und mir ist das aufgefallen an einem Beispiel, was jetzt vielleicht für den
Speaker0: einen oder anderen komisch erscheinen mag, Aber das ist für mich so richtig, richtig?
Speaker0: Das ist für mich bezeichnend. Und zwar bin ich seit gut, jetzt muss ich mal
Speaker0: ganz kurz überlegen, wie lange ist das schon her?
Speaker0: Bestimmt zwölf Jahre, hauptsächlich vegetarisch unterwegs.
Speaker0: Also ich habe so gut wie kein Fleisch mehr gegessen, eigentlich gar nicht.
Speaker0: Also wenn, vielleicht einmal im Jahr und dann vielleicht mal,
Speaker0: weiß ich nicht, an einer Bratwurst abgebissen.
Speaker0: Einfach aus dem Grund heraus, dass ich irgendwann mich angefangen habe,
Speaker0: mit Ernährung zu beschäftigen, dann keinen bock mehr auf fleisch hatte
Speaker0: weil irgendwie scheiß haltung und so weiter mit an die tiere leid ich hatte
Speaker0: keine kein verlangen nach fleisch habe es einfach mal gelassen daraus wurde
Speaker0: ja da raus und zwei daraus und zwölf so und spannenderweise war in mir immer
Speaker0: so ja so gut ich tue ja was ich tue ja auch was für die tiere und so weiter
Speaker0: ist super ich hab das auch finde ich auch gut,
Speaker0: Im letzten Jahr habe ich einen solchen Bock und Jepa auf Fleisch gekriegt und
Speaker0: ich so, was denn jetzt los?
Speaker0: Also ich esse immer noch super wenig Fleisch.
Speaker0: Aber manchmal, ich bin ja hier in Spanien, hier gibt es ja sogar ein Schinken, oh Gott.
Speaker0: Wenn ich das schon sage, merke ich schon, wie alles in mir sagt,
Speaker0: oh mein Gott, die Leute werden mich steinigen, weil wie kannst du das machen?
Speaker0: Du kannst doch keine Tiere essen, das ist ganz schrecklich. Und so sofort wieder
Speaker0: dieses, oh mein Gott, falsch.
Speaker0: Aber ich habe in mir dann einfach so dieses Ding gehabt von,
Speaker0: ich esse jetzt einfach mal Fleisch, weil was ist denn jetzt?
Speaker0: Also das ist ja jetzt keine Kategorie, ich muss jetzt immer.
Speaker0: Also je weniger, desto besser für mich. Okay, cool.
Speaker0: Und das ist jetzt kein, oh mein Gott, wenn du jetzt einmal Fleisch isst,
Speaker0: dann ist alles vorbei. So, hä, warum?
Speaker0: Also habe ich mir Fleisch gekauft und gegessen und gemerkt, oh geil, ist das lecker.
Speaker0: Und hin und wieder habe ich aktuell richtig krassen Bock auf Fleisch.
Speaker0: Und dann merke ich immer so, weil ich ja auch immer oder einfach aktuell sehr,
Speaker0: sehr dabei bin, immer auf meinen Körper zu hören und immer zu sagen,
Speaker0: was dein Körper mir sagt, passt gerade. Und wenn mein Körper mir sagt,
Speaker0: das brauche ich gerade, dann ist das gut.
Speaker0: Spannenderweise habe ich zum Beispiel
Speaker0: in den drei Schwangerschaften ganz unterschiedliche Gelüste gehabt.
Speaker0: Und in einer von diesen Schwangerschaften hatte ich massiv Bock auf Fleisch
Speaker0: und habe Bratwürste gegessen.
Speaker0: Ganz, ganz wenige, weil ich damals noch sehr mit diesen, ich darf das nicht
Speaker0: und gar nicht und ich bin doch vegetarisch und so.
Speaker0: So, das soll jetzt überhaupt kein Plädoyer dafür werden, Fleisch zu essen.
Speaker0: Ich finde es nach wie vor irgendwie ganz, ganz schwierig, vor allen Dingen Tierhaltung
Speaker0: und so weiter. Aber da will ich jetzt gar nicht zu sehr reingehen.
Speaker0: In meinem Kopf war nur so dieses, du weißt doch, dass es besser ist für dich,
Speaker0: für die Tiere, für die Umwelt, für alles, kein Fleisch zu essen.
Speaker0: Also warum machst du es jetzt?
Speaker0: Gleichzeitig hat mein Körper aber gerade gesagt, ich habe jetzt aber Bock da
Speaker0: drauf, also mach doch mal.
Speaker0: Und ob ich jetzt langfristig das machen möchte oder langfristig das lassen möchte,
Speaker0: das ist ja eine Entscheidung, die ich dann für mich fällen kann.
Speaker0: Aber ich merke, dass ich sofort, sobald ich sowas mache, geht in mir das Radar
Speaker0: an von, das ist falsch, das darfst du nicht, das ist falsch, mach das nicht.
Speaker0: Anderes kleines, doofes Beispiel.
Speaker0: Ich wohne in Spanien, hier nehmen die das nicht so genau mit der Mülltrennung.
Speaker0: Also schon mal gar nicht so wie in Deutschland.
Speaker0: Was mache ich als Deutsche? Ich habe hier vier Mülleimer bei mir zu Hause.
Speaker0: Ich packe die Pfandflaschen, es gibt hier kein Pfand, ich packe die Flaschen
Speaker0: trotzdem in einen Extrabehälter, weil die mir sonst den Müll zumühen.
Speaker0: Dann packe ich das Papier an die Seite, dann das Plastik, dann das Organische und dann den Restmüll.
Speaker0: So, das Organische, also die Lebensmittelreste, die werden hier schon mal überhaupt
Speaker0: nicht allein zur Seite gepackt.
Speaker0: Das heißt, das könnte ich schon mal sowieso in einen anderen Mülleimer packen.
Speaker0: Tue ich aber nicht, weil mein deutsches Gehirn sagt, machen Mülltrennung.
Speaker0: Neulich habe ich draußen die Müllabfuhr beobachtet, wie die einfach zwei verschiedene
Speaker0: Mülleimer, also zwei von diesen großen, riesigen Mülleimer an der Straße,
Speaker0: in den gleichen Wagen gekippt haben.
Speaker0: Und habe so gedacht, warte mal, das ist aber jetzt ein bisschen komisch.
Speaker0: Und aber was macht mein deutsches Gehirn? Du musst den Müll trennen, das ist richtig.
Speaker0: Ja, und auch da wieder, das ist gut für die Umwelt, das ist wunderbar,
Speaker0: dass wir das machen. Alle diese sozialen Regeln sind ja aus einem Grund da und
Speaker0: es macht irgendwie auch Sinn, sich daran zu halten.
Speaker0: Genauso wie ich mich an die Verkehrsregeln halte und wie ich nicht irgendwo
Speaker0: parke und wie ich blinke, wenn ich abbiege, etc., etc.
Speaker0: Und manchmal, ihr Lieben, und manchmal kommt in mir so ein Gefühl hoch von,
Speaker0: ach, weißt du was, drauf geschissen.
Speaker0: Fuck it, live a little.
Speaker0: Und das meine ich mit, ich will mir erlauben, auch mal Sachen falsch zu machen,
Speaker0: auch mal zu viel abends zu trinken und zu merken, oh, das hat mir jetzt gar
Speaker0: nicht so gut getan, mal lange aufbleiben.
Speaker0: Wenn ich nach zwölf noch wach bin, dann bin ich ja schon so,
Speaker0: du musst ja morgen früh aufstehen, Schlaf ist wichtig, weil am nächsten Tag wirst du es merken.
Speaker0: So, wir müssen nicht darüber diskutieren, wir alle wissen, wenn wir schlechte
Speaker0: Entscheidungen treffen, dass wir im Nachhinein manchmal denken, war nicht so schlau.
Speaker0: Aber manchmal denken wir, aber war geil. Oder?
Speaker0: Manchmal ist doch so, war das eine Scheißentscheidung? War nicht so schlau.
Speaker0: Jetzt habe ich die Konsequenzen, aber war geil.
Speaker0: Und ich merke so krass, dass ich mir so oft selber im Weg stehe,
Speaker0: weil ich versuche, alles richtig zu machen, weil ich versuche,
Speaker0: einem Ideal zu entsprechen, was ich mir selber auferlegt habe.
Speaker0: Und mir einfach mehr zu erlauben, zu sagen, ach, weißt du, was, fuck it.
Speaker0: Und jetzt mache ich das einfach, weil ich mich einfach danach fühle und genauso,
Speaker0: und das merke ich halt auch hier, krass im Podcast,
Speaker0: wie ich bei jeder Folge, wenn ich irgendwas sage, gerade zum Thema Sexualität,
Speaker0: gerade zum Thema Männlichkeit, Weiblichkeit, dann kommt in meinem Kopf immer
Speaker0: dieses und Gleichberechtigung und Gendern und dies und das und ich denke mir
Speaker0: in meinem Kopf ganz oft so, aber scheiße Leute,
Speaker0: ich will doch nicht jetzt jedem gerecht werden und jetzt noch der eine,
Speaker0: der noch das denkt und der andere, der noch das denkt, aber was ist mit der
Speaker0: Minderheit, aber was ist mit da,
Speaker0: und es ist in meinem Kopf manchmal so anstrengend, weil dieser kleine innere
Speaker0: Monk, der immer allen gerecht werden will und der immer alles richtig machen
Speaker0: will, sich dann hier manchmal selber überschlägt und auf die Zunge beißt und
Speaker0: versucht, jedem gerecht zu werden.
Speaker0: Und wisst ihr was? Auch da, fuck it, ich will nicht mehr jedem gerecht werden.
Speaker0: Ich will meine Meinung sagen können.
Speaker0: Ich date gerade jemanden, der krasse Ansichten hat, krasse, sehr ausgeprägte
Speaker0: Ansichten zu bestimmten Themen.
Speaker0: Und ich merke, wie ich das, was, ich bin nicht mit jeder Sache einverstanden, die der sagt.
Speaker0: Wir sind nicht auf einer Wellenlänge, was jede einzelne Aussage angeht.
Speaker0: Aber an vielen Stellen denke ich, geil, dass der so eine ausgeprägte Meinung
Speaker0: hat und dass der weiß, wofür er steht. und nicht versucht, wenn ich sage,
Speaker0: oh, das finde ich toll, dann sagt er, ja, finde ich auch toll.
Speaker0: Und wenn ich sage, das mag ich, dann sagt er, das mag ich ja auch.
Speaker0: Sondern manchmal sind es Kleinigkeiten und ich sage, ja, das finde ich toll,
Speaker0: ja, das finde ich total scheiße. Ich denke so, oh, krass, hättest du mir jetzt
Speaker0: auch nicht so aufs Brot schmieren müssen.
Speaker0: Und dann denke ich wieder, wie geil, dass du das sagst.
Speaker0: Warum solltest du am Anfang, wenn wir uns kennenlernen, so tun,
Speaker0: als wenn du ganz viele Sachen magst oder sagst, finde ich auch okay,
Speaker0: wo du eigentlich denkst, finde ich scheiße.
Speaker0: Das ist wie Frauen, die irgendwie, wenn ihre Männer Fußball mit Fußball um die
Speaker0: Ecke kommen, sagen, ja, gucke ich auch. Eigentlich denken sie sich,
Speaker0: Alter, da habe ich gar keinen Bock drauf. Wenn die richtig kacke,
Speaker0: nervt mich richtig, Fußball zu gucken.
Speaker0: Wie super scheiße, Leute den Ball hinterher rennen.
Speaker0: Aber das machen sie dann, damit der Partner oder potenzielle Partner denkt.
Speaker0: Ja cool, das mag sie auch.
Speaker0: Und wie sehr ich das feiere, wenn jemand eine super krasse Meinung hat und sagt,
Speaker0: das gefällt mir, das gefällt mir nicht. Das mag ich, das mag ich nicht.
Speaker0: Die Meinung kann sich ja verändern. Meine Meinung hat sich auch schon ganz oft verändert.
Speaker0: Mein das gefällt mir hat sich auch schon ganz oft verändert.
Speaker0: Oder darauf stehe ich, darauf stehe ich nicht.
Speaker0: Und das ist ja auch cool, wenn man da offen bleibt. Aber wenn man einfach sagt,
Speaker0: manchmal sind das Kleinigkeiten wie Essen oder so, nee, das mag ich überhaupt nicht.
Speaker0: Oder, keine Ahnung, dann habe ich dem ganz am Anfang irgendwie ein Foto geschickt
Speaker0: von einem Oberteil. Und wie findest du das?
Speaker0: Und normalerweise, wenn man sich gerade relativ neu kennenlernt,
Speaker0: ist da so, ja, Mensch, cool, boah, finde ich ganz schrecklich. Und ich so, boah, was?
Speaker0: Nee, du siehst super aus, aber ich mag einfach den Print nicht.
Speaker0: Und ich, oh ja, krass. Und in mir war so ein Gefühl von, boah, warte.
Speaker0: Okay, weil er hat nicht gesagt, ich sehe scheiße aus, er hat nur gesagt, er mag den Print nicht.
Speaker0: Und dann so zu merken, hey, aber wie cool, wenn jemand das so offen sagen kann.
Speaker0: Wie cool, wenn jemand sagen kann, hey, ich mag den Print nicht.
Speaker0: Anstatt dann zu tun, ja, nee, aber großartig.
Speaker0: Und später findest du das ja eher aus, was jemand mag und was jemand nicht mag.
Speaker0: Und da ist mir aufgefallen, wie schön ich das finde,
Speaker0: wenn jemand für seine Meinung einsteht und wenn jemand seine Ansichten einfach
Speaker0: raushaut und nicht versucht, dem anderen zu gefallen.
Speaker0: Und das ist etwas, was ich merke, dass ich halt einfach noch ganz oft mache.
Speaker0: Ich versuche, dem anderen zu gefallen. Ich versuche, jedem, der diesen Podcast hört, zu gefallen.
Speaker0: Im Sinne von, ja, also, jetzt holen wir nochmal den ab und den ab und den ab.
Speaker0: Wenn du das, was ich hier, und das ist das, was ich für 2026 mir vorgenommen
Speaker0: habe, wenn du das, was ich hier erzählst, wenn du damit nicht in Resonanz gehst,
Speaker0: wenn du das Scheiße findest, hör nicht hin, mach den Podcast aus,
Speaker0: sag tschüss, bye, bye, auf Wiedersehen.
Speaker0: Und das ist aber was, was ich lernen muss, weil ich in meinem vorherigen Business
Speaker0: auch ein bisschen natürlich...
Speaker0: Ich habe es genossen, ich will nicht sagen Everybody's Darling,
Speaker0: aber doch am Ende des Tages war es ein gefühltes Everybody's Darling,
Speaker0: weil viel abgefeiert wurde von dem, was ich gemacht habe.
Speaker0: Und mir zu erlauben, jetzt mit diesem neuen Thema, Sexualität,
Speaker0: Männlichkeit, Weiblichkeit, Polarität, natürlich auch Kritik einzustecken.
Speaker0: Und ich meine, die ist noch nicht mal groß gewesen jetzt hier, bislang.
Speaker0: Wahrscheinlich, weil genau das passiert, dass die Leute, die dann nicht fein
Speaker0: sind, die das anders sehen, die andere Ansichten haben, auch einfach weghören.
Speaker0: Das ist ja auch völlig okay. Nur, dass ich mir erlauben darf,
Speaker0: dass ich hier meine persönliche Sicht erzähle.
Speaker0: Weil ein Podcast ist immer nur meine persönliche Sicht.
Speaker0: Und dass entweder du mit dieser Sicht übereinstimmst und sagst,
Speaker0: ja cool. Oder mit Teilen davon übereinstimmst und sagst, okay, sehe ich genauso.
Speaker0: Oder du denkst dir, nee, finde ich gar nicht. Du hörst dann vielleicht trotzdem
Speaker0: weiter, weil du sagst, wir müssen ja nicht überall übereinstimmen.
Speaker0: Oder du denkst dir, nee, kein Bock mehr, will dich nicht hören, fertig.
Speaker0: Aber das habe ich so gemerkt, dass ich lernen darf, da auch nicht Everybody's Darling sein zu wollen.
Speaker0: Und das ist ein innerer Kampf mit mir manchmal.
Speaker0: Weil ich, wie gesagt, das nicht nur nach außen hin anderen Leuten gegenüber
Speaker0: möchte, sondern weil ich halt auch mir gegenüber immer alles richtig machen will.
Speaker0: Und dann manchmal denke, uhu, hast du jetzt irgendwie mal auf den Schlips getreten?
Speaker0: Und das ist sowas, wo ich mir vorgenommen habe, das werde ich jetzt 2026 machen.
Speaker0: Und ich werde vielleicht dem einen oder anderen auf den Schlips treten.
Speaker0: Weil ich habe schon bestimmte Ansichten zum Thema Polarität, zum Thema Sexualität.
Speaker0: Ich habe auch bestimmte Ansichten zum Thema Männlichkeit und Weiblichkeit.
Speaker0: Und wie eine Anziehung entsteht oder auch wie ich in meiner Welt mir wünsche,
Speaker0: wie ein Mann ist oder mir wünsche, wie eine Frau ist.
Speaker0: Und das wird nicht jedem gefallen, weil das nicht jedem Menschen entspricht.
Speaker0: Und weil andere Menschen da draußen andere Beziehungen führen und weil andere
Speaker0: Menschen da draußen andere Vorlieben haben. Und das ist okay.
Speaker0: Und mir das zu erlauben, das ist mein ganz, ganz großes Ziel für 2026 und an
Speaker0: so vielen Stellen einfach mal zu sagen,
Speaker0: weißt du, wird drauf geschissen, live a little, schmeiß den Kack-Biomüll doch
Speaker0: einfach mal in eine andere Tonne und gut ist.
Speaker0: Und weil ich glaube, dieser Zwang, alles richtig machen zu wollen und immer
Speaker0: alles richtig machen zu wollen, führt dazu, dass wir so sehr kontrollieren,
Speaker0: dass wir so sehr festhalten, dass wir so sehr...
Speaker0: Und ich habe für mich das Gefühl einfach, dass ich mir manchmal einfach nicht erlaube, ich zu sein.
Speaker0: Sondern dass ich sein möchte, was von allen geliebt wird.
Speaker0: Und was angeguckt wird, vielleicht von den Eltern oder von irgendwem sonst.
Speaker0: Und gesagt wird, ja, das hast du gut gemacht, das ist richtig.
Speaker0: Ja, auch das Schulsystem blökt uns ja immer ein. Das ist richtig und das ist
Speaker0: falsch. Und es war mir wichtig, dass ich im Schulsystem alles richtig mache.
Speaker0: Und hätte ich nicht im letzten Jahr meiner Schulkarriere meinen damaligen Freund
Speaker0: kennengelernt und ein bisschen gedacht, scheiß auf Schule, das ist mir jetzt
Speaker0: wichtiger, dann hätte ich sicherlich ein Eins-Komma-Abi gemacht,
Speaker0: weil ich natürlich immer versuche, in der Schule alles richtig zu machen und
Speaker0: möglichst gut da durchkomme.
Speaker0: Ich glaube, mein kleiner innerer Rebell war schon immer groß genug,
Speaker0: um auch manchmal zu sagen, nee, das ist mir jetzt zu langweilig,
Speaker0: da höre ich jetzt nicht zu.
Speaker0: Aber ich merke, dass ich zum Beispiel auch einfach eine rebellische Seite in
Speaker0: mir habe, die manchmal den Status Quo infrage stellen möchte und die manchmal
Speaker0: gesellschaftliche Normen infrage stellen möchte.
Speaker0: Und die mit vielen Sachen, wo alle sagen, ja, das ist genau so.
Speaker0: Und die einfach sagt, nee, warte mal, also ich werde da auch noch Podcast-Folgen zu machen.
Speaker0: Wenn ich mir das Thema toxische Männlichkeit und bla und blub anhöre,
Speaker0: dann ist da einfach ganz oft in mir, dass ich denke, das sehe ich anders.
Speaker0: Können wir da mal drüber sprechen? Da ist ein kleiner Rebell in mir,
Speaker0: der sagt, ich sehe es erst mal anders.
Speaker0: Und der hat immer, der fightet immer, der kämpft immer mit dem anderen Teil
Speaker0: von mir, der the good girl sein will und der alles richtig machen will.
Speaker0: Ich merke das zum Beispiel auch gerade, weil ich oft englische Wörter benutze.
Speaker0: Der fightet, ja, der kämpft mit. Warum?
Speaker0: Weil ich so oft auf Englisch denke, weil ich in Spanien wohne.
Speaker0: Man würde jetzt meinen, ich würde in Spanisch denken, aber hier ist halt alles
Speaker0: international. Das heißt, ich rede den ganzen Tag Englisch.
Speaker0: Und ganz oft, wenn ich im Podcast dann was Englisches sage, weil ich gerade
Speaker0: auf das deutsche Wort nicht komme, denke ich, Claudia, das müsstest du da jetzt
Speaker0: aber eigentlich auch anders machen.
Speaker0: Richtig? Redest ja, wenn du das Wort jetzt auf Deutsch sagst. Fuck it.
Speaker0: Und ich werde dann einfach mal hier die Worte auf Englisch benutzen,
Speaker0: weil ich eben ganz oft die deutschen Worte dann gerade nicht im Kopf habe.
Speaker0: Was hatte ich, bei irgendeinem Podcast habe ich ewig lang gesucht,
Speaker0: was heißt denn Cervix jetzt auf Deutsch?
Speaker0: Gebärmutterhals. Bin ich halt gerade in dem Moment nicht drauf gekommen,
Speaker0: weil ich die ganzen Bücher dazu auf Englisch lese und nur Cervix im Kopf hatte.
Speaker0: So, mir sowas zu erlauben. Du denkst jetzt vielleicht, wenn du zuhörst,
Speaker0: ja, das ist ja voll albern, sind ja Kleinigkeiten.
Speaker0: Aber put yourself in my shoes. Ganz oft denke ich halt danach,
Speaker0: oh, das ist jetzt nochmal anders, da ist jetzt nochmal so.
Speaker0: Wie hast du das formuliert? Ist das auch richtig formuliert?
Speaker0: Und wie oft haben wir Angst in der heutigen Gesellschaft, wenn wir irgendwas
Speaker0: falsch formulieren? Weil sofort hast du die Feministin auf der Decke.
Speaker0: Und sofort hast du, das kann man so nicht sagen und das sagt man heute nicht
Speaker0: mehr so. und das macht man so nicht mehr. Und deswegen traut sich irgendwie
Speaker0: auch keiner mehr richtig was zu sagen oder Stellung zu beziehen.
Speaker0: Und da habe ich einfach gemerkt, fuck it, habe ich keinen Bock mehr drauf.
Speaker0: Habe ich echt keinen Bock mehr drauf. Ich hoffe jetzt, ich mache diese Folge,
Speaker0: um mir selber zu sagen, fuck it, Claudia, du machst das jetzt.
Speaker0: Du hörst jetzt auf, allen gefallen zu wollen und los.
Speaker0: Und ich möchte dich dazu animieren, das genauso zu machen.
Speaker0: Und das heißt nicht, dass ich das jetzt ab jetzt hier perfekt machen werde,
Speaker0: aber alter, echt, ich habe da echt Bock drauf an manchen Stellen.
Speaker0: Und das wird sich hoffentlich auch hier in meinen Folgen widerspiegeln,
Speaker0: weil vielleicht ist meine Meinung nicht gängig.
Speaker0: Und vielleicht ist meine Meinung nicht die, wo alle sagen, ja, super.
Speaker0: Und alle, die meine Meinung nicht teilen, es gibt ja noch ganz viele andere Podcasts.
Speaker0: Also in diesem Sinne, vielleicht mögt ihr mal mit mir teilen,
Speaker0: ob ihr auch so einen kleinen inneren People Pleaser habt oder so ein Richtig-und-Falsch-Macher,
Speaker0: der irgendwie immer alles selber richtig machen will.
Speaker0: Weil ich glaube tatsächlich, das ist nicht nur was, was ich habe,
Speaker0: sondern ich glaube, das ist was,
Speaker0: was wir gesellschaftlich extrem auferlegt haben. Gerade wir Deutschen.
Speaker0: Boah, wir sind so regelkonform. Wir sind so unfassbar krass regelkonform.
Speaker0: Und ich merke das vor allen Dingen jetzt im Ausland, wo ich einfach nicht mehr
Speaker0: jeden Tag mit Deutschen zu tun habe, wie krass andere Kulturen da drauf sind.
Speaker0: Wir Deutschen sind so unglaublich regelkonform.
Speaker0: Wir wollen immer alles an Regeln festmachen. und immer alles richtig machen.
Speaker0: Und wenn das falsch ist, dann müssen wir die Polizei holen, dann müssen die da aufschreiben.
Speaker0: Da darf man nämlich nicht parken. Hier in Spanien gilt beim Parken das Prinzip,
Speaker0: solange du noch irgendwie durchkommst, parkst du halt in der dritten oder vierten
Speaker0: Reihe und notfalls musst du hupen, wenn du nicht mehr rauskommst.
Speaker0: Und ich habe mich so fürchterlich aufgeregt die ersten Jahre.
Speaker0: Und jetzt denke ich so, eigentlich ein ganz geiles Prinzip.
Speaker0: Solange man da irgendwie durchkommt, kannst du dich da hinstellen. Drauf geschissen.
Speaker0: Ja, in diesem Sinne, in dem Sinne von draufgeschissen, herzlich willkommen 2026,
Speaker0: herzlich willkommen zu einer neuen Ära hier von Pleasure, hoffentlich.
Speaker0: Und ich werde mal die nächsten Folgen aufnehmen für euch und mal gucken,
Speaker0: was dabei so rumkommt. Ich wünsche euch einen wundervollen Start in dieses tolle Jahr.
Speaker0: Vielleicht habt ihr ein bisschen die gleiche Haltung wie ich.
Speaker0: Lasst es mich wissen gerne in den Kommentaren im Social Media oder auch bei
Speaker0: Spotify direkt als Kommentar unter diesem Podcast.
Speaker0: In diesem Sinne einen wunderschönen Tag euch allen und genießt es.
Speaker0: Wir sehen uns hier. Nein, wir hören uns hier nächste Woche wieder. Bis dann. Ciao, ciao.
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