#20 Wie wichtig ist Sex?

Shownotes

Für mich ist Sex längst keine nette Nebensache mehr, sondern das Zünglein an der Waage, das entscheidet, ob sich eine Beziehung anfühlt wie WG, wie Geschwister oder wie zwei Menschen, die sich wirklich nackt begegnen, körperlich und emotional. In dieser Pleasure Folge räume ich mit dem Bullshit auf, dass Sex nur Performance ist und man froh sein soll, wenn man welchen hat und der auch noch einigermaßen gut ist, und zeige dir, warum gerade im Bett all deine Schutzschichten, deine Kontrollnummern und deine Angst vor Ablehnung so heftig mitspielen. Wir schauen hin, wo du im Sex eigentlich nur funktionierst, statt dich wirklich zu zeigen, warum du lieber den Bauch einziehst, als zu sagen, was du brauchst, und wie genau dadurch diese unsichtbare Wand zwischen dir und deinem Partner entsteht. Ich nehme dich mit in die Idee, Sex nicht nur rein technisch oder Mittel zur Befriedigung zu sehen, sondern als ehrlichste Form von Kommunikation, bei der deine Körper reden, auch wenn dein Mund vielleicht noch schweigt, und wie verletzlich sein im Bett eure Nähe in allen Lebensbereichen verändert.

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Speaker0: Herzlich willkommen und ein großes Hallo zu dieser neuen Folge von Pleasure.

Speaker0: Ach, ich freue mich immer, jede Woche hier wieder mich mit dir zusammen zu tun.

Speaker0: Schön, dass du dabei bist. Schön, dass du vielleicht zum ersten Mal heute dabei

Speaker0: bist. Freue ich mich auch sehr.

Speaker0: Es geht in dieser Folge natürlich wieder um das Thema Sexualität,

Speaker0: weil wir da irgendwie nochmal so ganz viele Grundlagen legen dürfen,

Speaker0: können, wollen oder ich das gerne möchte.

Speaker0: Und zwar geht es wirklich um die Frage, wie wichtig ist Sexualität?

Speaker0: Und zwar aus dem Anlass, dass ich mit meiner Kollegin, also meiner Geschäftsführerin,

Speaker0: das Gespräch neulich hatte über das Thema, was ich mir wünschen würde,

Speaker0: wie Sex in unserer Gesellschaft,

Speaker0: was für ein Stellenwert Sex in unserer Gesellschaft hat und wie Sex in unserer

Speaker0: Gesellschaft gesehen wird.

Speaker0: Und dann hat sie irgendwie so, wir haben geredet, dann hat sie irgendwann gesagt,

Speaker0: Talia, kannst du mir dazu nochmal eine Sprachnachricht machen?

Speaker0: Das war so schön, wie du das gesagt hast, was ich für eine Definition davon habe.

Speaker0: Und dann habe ich das irgendwie versucht, nochmal in Worte zu fassen.

Speaker0: Und genau das möchte ich heute versuchen in diesem Podcast.

Speaker0: Ich habe mir jetzt nicht eins zu eins meine Worte zurechtgelegt.

Speaker0: Und ich hoffe, dass es einfach flowt.

Speaker0: Weil ich mir in den letzten Monaten und im gesamten letzten Jahr einfach viele

Speaker0: Gedanken über das Thema Sexualität gemacht habe. und viel gefühlt habe,

Speaker0: was mein Körper macht, was mein Körper sagt.

Speaker0: Ich habe irgendwie so ein ganz anderes, neues Bild von Sexualität bekommen,

Speaker0: wie ich das vorher hatte.

Speaker0: Und das hat mir zu denken gegeben und es hat mir klar gemacht,

Speaker0: dass das vielleicht an vielen Stellen bei vielen Menschen in den Köpfen noch so ist.

Speaker0: Weil wir im Deutschen auch sagen, Sex ist die schönste Nebensache der Welt.

Speaker0: Was irgendwie schon so eine Konnotation hat von, es ist eine Nebensache,

Speaker0: es ist keine Hauptsache.

Speaker0: Das ist nicht das Wichtigste. Und ich finde sowieso immer, im Leben sollte man

Speaker0: nicht sagen, das ist das Wichtigste und danach kommt das.

Speaker0: Das ist ja immer so, wenn Menschen sagen, Geld ist nicht so wichtig,

Speaker0: Liebe ist viel wichtiger, Gesundheit ist viel wichtiger.

Speaker0: Wenn Geld fehlt und du gesund bist, bist du trotzdem nicht richtig glücklich.

Speaker0: Man kann da keine Reihenfolge von machen. Es würde ja auch niemand sagen,

Speaker0: Liebe ist nicht so wichtig, Hauptsache du bist gesund.

Speaker0: Oder Partnerschaft ist nicht so wichtig, Hauptsache du hast eine Wohnung.

Speaker0: Also warum machen wir da solche Prioritäten? Warum versuchen wir das irgendwie

Speaker0: in Rangfolge zu pressen?

Speaker0: Und genauso ist das ganz oft mit Sex, dass ich immer wieder höre,

Speaker0: ja, Sex ist ja jetzt nicht so wichtig, Sex ist jetzt ja nicht das Hauptding.

Speaker0: Und nein, wir müssen jetzt nicht alle von morgens bis abends Sex haben,

Speaker0: damit das das Wichtigste in unserem Leben ist, nur Sex.

Speaker0: Ich finde, zu einem erfüllten Leben gehört einfach alles dazu.

Speaker0: Dazu gehört, dass du dich wohlfühlst, da wo du wohnst. Dazu gehört,

Speaker0: dass du einen erfüllenden Job hast, der dich glücklich macht.

Speaker0: Dazu gehört, dass es dir körperlich so gut geht, dass du dich wohlfühlst.

Speaker0: Dass du dich in deinem Körper auch wohlfühlst, wie du den bewegst,

Speaker0: wie du dich darin fühlst, wie du ihn vielleicht anschaust.

Speaker0: Dazu gehört, wenn du das möchtest, natürlich auch total gerne eine Partnerschaft.

Speaker0: Wir Menschen sind dazu gemacht, zusammen zu wohnen, beziehungsweise uns mit

Speaker0: anderen Menschen zusammen zu tun.

Speaker0: Wir sind nicht fürs Alleinsein gemacht, so sind wir nicht gedacht.

Speaker0: Das heißt nicht, dass man alleine nicht glücklich sein kann.

Speaker0: Das heißt nicht, dass du mit einem Job, der dich gerade anpisst,

Speaker0: nicht auch glücklich sein kannst.

Speaker0: Ich will nur sagen, für mich bedeutet das, dass, um es irgendwie rund zu machen,

Speaker0: darfst du möglichst viele von diesen Dingen in deinem Leben haben.

Speaker0: Und dazu gehört in einer Partnerschaft auch wahnsinnig doll eine erfüllte Sexualität.

Speaker0: Denn, das habe ich hier schon mehrmals gesagt, das ist immer dieses Thema von,

Speaker0: das ist das Zünglein an der Waage, was eine Partnerschaft von einer Freundschaft

Speaker0: unterscheidet, von einer Geschwisterbeziehung unterscheidet,

Speaker0: von, ja, von auch,

Speaker0: du kannst ja Liebe empfinden.

Speaker0: Ich empfinde so eine unfassbar große, bedingungslose, das ist wirklich auch

Speaker0: die einzige bedingungslose Liebe, die ich empfinde, zu meinen Kindern.

Speaker0: Und ich habe das auch total gerne, wenn die mit mir kuscheln und so weiter,

Speaker0: aber die können mir natürlich nicht das geben, was ein Partner mir geben kann.

Speaker0: Das heißt, wir haben einfach auch immer verschiedene Bedürfnisse,

Speaker0: wir Menschen, und diese Bedürfnisse dürfen wir uns erfüllen oder dürfen wir

Speaker0: durch andere erfüllen lassen.

Speaker0: Und da sind wir ja ganz oft am Zug, das für uns selber zu erfüllen.

Speaker0: Und Sexualität ist eben ein wichtiger Bestandteil. Und ich würde den jetzt nicht

Speaker0: kategorisieren als, der ist wichtiger als ein erfüllter Job oder der ist unwichtiger

Speaker0: als ein erfüllter Job oder der ist wichtiger als Gesundheit oder der ist unwichtiger als Gesundheit.

Speaker0: Ich finde, es ist einfach ein Teil zu einem insgesamt erfüllten Leben.

Speaker0: Und ja, wenn eine Sache nicht stimmt und du hast keine Partnerschaft und keine

Speaker0: erfüllte Sexualität, Okay, wobei, noch mal wichtig gesagt, zu einer erfüllten

Speaker0: Sexualität gehört nicht immer ein Partner.

Speaker0: Man kann auch eine wundervolle Sexualität mit sich selber haben.

Speaker0: Und auch da wieder, es gibt Aspekte in Sexualität, die kann ich mir selber nicht geben.

Speaker0: Also das Gewicht eines Mannes auf mir, das kann ich nicht.

Speaker0: Das kann ich mir nicht. Ich kann mir jetzt einen Kartoffelsack auf mich legen.

Speaker0: Ich glaube nicht, dass das den gleichen Effekt hat. Ich habe es noch nicht ausprobiert

Speaker0: und ich möchte es auch nicht ausprobieren.

Speaker0: So das heißt nicht wenn irgendein Teil unseres weil es ist

Speaker0: ja immer so wir sind im Leben irgendwie immer an in bestimmten

Speaker0: Umbrüchen sei das beruflich sei das privat sei das mit der Wohnsituation

Speaker0: ja es ist ja wir eifern so

Speaker0: diesen Moment hinterher wenn alles passt und alles super ist

Speaker0: aber das ist ja nie der Fall und wenn dann ist es meistens nur kurz der Fall

Speaker0: und dann kommt das nächste das heißt nicht dass wir nicht erfüllt sein können

Speaker0: und nicht glücklich sein können wenn ein Bereich nicht stimmt und es ist einfach

Speaker0: nur Jeder Teilbereich ist ein Teilbereich zu einem erfüllten, glücklichen Leben.

Speaker0: Und Sexualität war in meiner Welt bislang immer ein nettes Add-on zum Thema Partnerschaft.

Speaker0: Aber ich habe jetzt verstanden, dass Sexualität eine so wichtige Rolle in der

Speaker0: Thema Partnerschaft ausfüllt.

Speaker0: Und das nicht, weil wir körperlich miteinander verschmolzen sind,

Speaker0: das nicht, weil wir irgendwie die krassesten Stellungen miteinander haben und

Speaker0: keine Ahnung was machen,

Speaker0: sondern weil Sexualität die Türen öffnet zu Intimität.

Speaker0: Und Intimität ist das Krasseste, was wir in einer Beziehung haben können.

Speaker0: Intimität heißt, ich bin nackt. Und Sexualität ist für mich genau das.

Speaker0: Ich zeige mich dir nackt. Ich zeige mich dir körperlich nackt.

Speaker0: Und damit zeige ich mich dir verletzlich. Und dadurch zeige ich mich dir emotional verletzlich.

Speaker0: Und das ist für mich genau das, was Sex dann großartig macht.

Speaker0: Ohne, völlig egal, wie lange hat er durchgehalten, was war die Stellung,

Speaker0: wie viele Orgasmen hattest du, das ist alles nice, da kann man sich alles mit

Speaker0: beschäftigen, alles schön.

Speaker0: Nur mir geht es darum, dass Sexualität die intimste und ehrlichste Art und Weise

Speaker0: ist, mit dem Partner zu kommunizieren,

Speaker0: wenn wir uns darauf einlassen und wenn wir wirklich uns so zeigen, wie wir sind.

Speaker0: Und das merken, glaube ich, ganz viele, du kannst bei Sexualität nichts verstecken.

Speaker0: Kannst du versuchen, also dieses klassische Ding von, jetzt kann ich hier mal

Speaker0: den Bauch einziehen, damit es nicht so komisch aussieht oder ich sag jetzt mal

Speaker0: einfach nichts, wenn ich das gar nicht so gut finde, was er da gerade mit seiner

Speaker0: Hand macht oder was auch immer.

Speaker0: Nur dadurch hast du ein Stück weit, in dem Moment, wo du das machst,

Speaker0: packst du ein Stück weit eine Barriere zwischen dir und deinem Partner.

Speaker0: Zwischen dich und deinem Partner. Deutsche Sprache, schwere Sprache.

Speaker0: Also du packst zwischen dich und deinem Partner eine Barriere.

Speaker0: Du machst quasi wie ein Stück weit eine Maske drüber über etwas,

Speaker0: wo du eigentlich was zu sagen möchtest.

Speaker0: Zum Beispiel, das gefällt mir, das gefällt mir nicht so. Ich möchte gerne mehr

Speaker0: Sex, ich möchte gerne weniger Sex, ich hätte gerne Sex so, ich hätte gerne Sex,

Speaker0: weiß ich nicht, draußen, drinnen, vormittags, abends, nachts, wann auch immer.

Speaker0: Und in den Momenten, wo wir nichts sagen, bringt das ein Stück weit Abstand

Speaker0: zwischen deinem Partner und dich.

Speaker0: Und in dem Moment, wo wir uns nicht komplett nackt zeigen, und damit meine ich

Speaker0: halt auch emotional nackt, bringt das einen Abstand zwischen dich und deinem Partner.

Speaker0: In dem Moment, wo du das Gefühl hast, oh Gott, ich muss meinen Bauch einziehen,

Speaker0: weil ich mich sonst komisch fühle während des Sex.

Speaker0: Es ist ein Stück weit, dann wird Sex Performance. Und immer wenn Sex Performance

Speaker0: wird, und das klingt so, ja, Sex Performance ist es wie im Porno.

Speaker0: Ja, du glaubst gar nicht, in wie vielen Schlafzimmern Sex Performance ist.

Speaker0: Und das hat mir nicht damit zu tun, dass der Mann hier, keine Ahnung,

Speaker0: was die Frau richtig rannehmen muss und bam, bam, bam. Das meine ich nicht mit Performance.

Speaker0: Ich meine, Performance wird Sex immer dann, wenn du dich nicht verletzlich zeigst,

Speaker0: wenn du dich nicht verletzlichst.

Speaker0: Wenn du dich nackt zeigst, wenn du dich nicht emotional komplett öffnest,

Speaker0: wenn du da noch den Bauch einziehen willst, wenn du da dich noch zurückhältst,

Speaker0: wenn du da nicht so stöhnst, wie du gerne stöhnen möchtest, weil du denkst,

Speaker0: oh mein Gott, nicht, dass das jetzt komisch klingt, was denkt er jetzt von mir?

Speaker0: Wenn du Sachen machst, die ihr vielleicht schon immer so gemacht habt,

Speaker0: weil du sie nie in Frage stellst, weil er sie nie in Frage stellt und irgendwann

Speaker0: merkst, dann ist es gar nicht so für mich.

Speaker0: Das macht gar nicht so viel mit mir. Ich mag das gar nicht.

Speaker0: Keine Ahnung, wie wir Sex initiieren. Ich bin gar nicht so ein,

Speaker0: immer ist es gleich. Ich will das eigentlich gar nicht.

Speaker0: Und in den Momenten, in denen du dann nichts sagst und ein Stück weit das einfach

Speaker0: so geschehen lässt, und das ist bei Sexualität ganz schnell passiert,

Speaker0: weil es so ein immer noch schamhaftetes Thema ist und weil es immer noch ein Stück weit ist, naja,

Speaker0: das hat ja bislang gut funktioniert, lassen wir das so.

Speaker0: Immer wenn du das machst, bringst du Abstand zwischen dich und deinem Partner.

Speaker0: Und das heißt nicht, dass das nicht, also mir passiert das heute auch noch,

Speaker0: dass ich manchmal denke, da hättest du kurz was sagen können oder da hättest

Speaker0: du dich so und so zeigen, Da hättest du noch mehr von dir wirklich zeigen können.

Speaker0: Das ist auch nichts, was mit einmal passiert und dann passiert das immer und

Speaker0: dann ist das automatisch so.

Speaker0: Nur Sex hat auf der anderen Seite die Chance, eine krasse Fläche zu werden für

Speaker0: alle Unsicherheiten eurer Partnerschaft,

Speaker0: für alle ehrlichen Worte in eurer Partnerschaft und für so eine unglaubliche

Speaker0: Intimität und Connection, Also so eine unglaubliche Verbindung und eine solche krasse Nähe,

Speaker0: die du sonst in einer Partnerschaft gar nicht wirklich hinkriegst.

Speaker0: In der Sexualität, wenn du dich nackt zeigst, wenn du dich verletzlich zeigst,

Speaker0: wenn du sagst, was du möchtest, wenn du sagst, was du nicht möchtest,

Speaker0: wenn du den anderen wirklich dich berühren lässt, körperlich,

Speaker0: emotional und so weiter, und den anderen auch wirklich berührst,

Speaker0: körperlich und emotional,

Speaker0: dann entsteht eine Nähe, die sich weiter ausbreiten wird auf den Rest eurer Beziehung.

Speaker0: Und wenn da eine Entfernung ist, dann wird sich auch diese Entfernung,

Speaker0: dann wird sich dieser Abstand, dann wird sich auch das im Rest der Beziehung

Speaker0: zeigen, im Rest der Beziehung zeigen.

Speaker0: Und deswegen ist für mich Sexualität eine so unglaubliche Chance,

Speaker0: dem anderen so nah zu sein, so intim zu sein, so eng verbunden zu sein,

Speaker0: wie wir das sonst kaum können im Alltag.

Speaker0: Weil wir alle, auch wenn das ist, das eine ist ja Theorie, das andere ist Praxis,

Speaker0: weil wir alle ein Stück weit einen Schutzmechanismus haben. Weil wir alle ein

Speaker0: Stück weit immer Angst haben, was ist, wenn der andere mich nicht so liebt, wie ich ihn?

Speaker0: Was ist, wenn der andere mich nicht so liebt, wie ich bin?

Speaker0: Was ist, wenn ich das jetzt sage und dann liebt er mich nicht mehr?

Speaker0: Nicht bewusst, das ist uns ganz oft gar nicht bewusst, dass wir das machen.

Speaker0: Aber wenn du anfängst, dich wirklich mit dir zu beschäftigen,

Speaker0: wirst du merken, dass du Schutzstrategien hast.

Speaker0: Und ich habe zum Beispiel Schutzstrategien gemerkt, die mir vorher nie bewusst waren.

Speaker0: Und ich würde sagen, ich bin ein sehr sicherer Bindungstyp. Also es gibt ja

Speaker0: verschiedene Arten von Bindungstypen, kann ich vielleicht auch nochmal eine

Speaker0: Podcast-Folge zu machen.

Speaker0: Und ich würde sagen, ich bin ein sehr sicherer Bindungstyp. Und trotzdem habe

Speaker0: ich gemerkt, krass, im Dating plötzlich habe ich gemerkt, boah,

Speaker0: total unsichere Seiten an mir, was ist da denn los, wo kommen die denn her?

Speaker0: Und da ist mir zum Beispiel bewusst geworden, dass ich an vielen Stellen Sicherheit

Speaker0: hergestellt habe über Kontrolle.

Speaker0: Und dadurch, dass ich mich nie komplett, komplett, komplett,

Speaker0: also ich hatte immer das Gefühl, ich bin noch in Kontrolle.

Speaker0: Ich habe noch Kontrolle über die Beziehung, über die Nähe, über die,

Speaker0: selbst in der Sexualität hatte

Speaker0: ich das Gefühl von, okay, das läuft hier alles, ich habe das im Griff.

Speaker0: Wenn ich mich so reingebe in eine Sexualität, dass ich es nicht mehr im Griff habe,

Speaker0: das ist der Moment, wo ich, das fühlt sich an wie ein freier Fall,

Speaker0: Aber das ist der Moment, wo ich dem anderen vielleicht total ausgeliefert und ein Stück weit...

Speaker0: Ich verletzbar bin, aber das sind die Momente, wo ganz viel Vertrauen wachsen

Speaker0: kann, wo ganz viel, ja, diese Nähe sich nochmal intensiviert.

Speaker0: Und das heißt, es kann sein, dass du das auch zum Beispiel über Kontrolle gemacht

Speaker0: hast, weil es war immer das Gleiche. Es war immer, du wusstest,

Speaker0: was kommt, du wusstest, was dann folgt und dadurch hattest du ein Stück weit Sicherheit.

Speaker0: Und das habe ich zum Beispiel gemerkt, dass ich das hatte ganz lange und es

Speaker0: mir gar nicht bewusst war und dass ich darüber Sicherheit gewonnen habe.

Speaker0: Und das bedarf ein bisschen Zeit, sich vielleicht auch mit sich selber auseinanderzusetzen

Speaker0: und mal zu gucken, wie funktioniere ich denn eigentlich?

Speaker0: Und ich finde es so wunderschön, dass Sexualität und diese Intimität mit jemand

Speaker0: anderem uns die Chance gibt, da so tief reinzutauchen und so einen,

Speaker0: den anderen in seiner Verletzlichkeit zu sehen.

Speaker0: Was hat der vielleicht, also was hat dein Partner vielleicht für Ängste in der Sexualität?

Speaker0: Und ganz oft ist es ja in Beziehungen so, dass wir dann, dann irgendwann spielt

Speaker0: es sich ein am Anfang und dann bleibt es dabei.

Speaker0: Und dann mischen wir da nicht mehr so wahnsinnig viel rum. Also da kommt dann

Speaker0: vielleicht mal was dazu oder wir können mal hier und wir können mal da.

Speaker0: Aber so die Basis, sagen wir mal, das Basic-Programm bleibt.

Speaker0: So, hast du dich mit deinem Partner, und ich muss das ganz ehrlich sagen,

Speaker0: jetzt lange nicht gemacht, hast du dich mit deinem Partner schon mal darüber

Speaker0: unterhalten, was seine Ängste in der Sexualität sind?

Speaker0: Wovor hat er Angst? Hat er Angst, nicht gut genug zu performen?

Speaker0: Da sind wir wieder bei performen. Also nicht lang genug zu können.

Speaker0: Dich nicht zum Orgasmus bringen zu können. Das Gefühl zu haben,

Speaker0: und das können ja vielleicht auch körperliche Sachen sein.

Speaker0: Vielleicht hat er das Gefühl, sein Penis ist zu klein oder macht sich Gedanken,

Speaker0: warum du nicht über Penetration zum Beispiel kommst.

Speaker0: Ja, das ist ja ein Ding, was ganz, ganz viele Männer immer noch so ein bisschen

Speaker0: das Ding haben von, warum kommt die Frau denn jetzt nicht, ich gebe mir doch so Mühe.

Speaker0: Und die Frau denkt sich, ja, rein über die Penetration ist es für mich schwierig,

Speaker0: wo können wir jetzt andere Wege finden?

Speaker0: Und irgendwann, wenn wir da nicht ganz am Anfang drüber sprechen,

Speaker0: dann fangen wir irgendwann nicht mehr an, darüber zu sprechen.

Speaker0: Und dann ist so dieses Ding von, hey, was sind denn deine Ängste?

Speaker0: Was sind denn deine Sorgen, die du dir machst, vielleicht in der Sexualität?

Speaker0: Und wenn du das Gespräch suchen kannst und du sprichst irgendwann mit deinem

Speaker0: Partner über vielleicht Sachen,

Speaker0: die er schon jahrelang macht und du sagst, ich habe mir immer schon Gedanken

Speaker0: gemacht, dass du mich nicht attraktiv findest oder meine Pussy nicht attraktiv

Speaker0: findest und er sagt, ich habe mir Sorgen gemacht, dass mein Penis zu klein ist

Speaker0: für dich oder was weiß ich.

Speaker0: Plötzlich redet ihr mal über sowas, obwohl ihr darüber nie geredet habt.

Speaker0: Und jetzt entsteht eine Nähe. Und wenn du dann das nächste Mal Sex hast und

Speaker0: wenn du dann dir nah bist, wirst du merken, dass es eine andere Ebene hat,

Speaker0: dass es eine andere Qualität hat, weil du eine Schicht weggenommen hast.

Speaker0: Und weil wir immer diese Schichten über uns tragen, die uns schützen.

Speaker0: Das sind Schutzschichten, das sind wie Masken.

Speaker0: Ich sage jetzt nicht, wovor ich Angst habe. Ich sage jetzt nicht,

Speaker0: was ich befürchte. Ich sage jetzt nicht, womit ich mich vielleicht unwohl fühle,

Speaker0: weil dann zeige ich mich verletzlich und das will ich nicht.

Speaker0: Ich will in Kontrolle bleiben, ich will sicher sein, ich will so.

Speaker0: Ich will nicht so viel von mir zeigen und da ist immer die Angst hinter,

Speaker0: weil ich dann Angst habe, dass der andere mich nicht liebt. Und glaub mir,

Speaker0: das haben Männer wie Frauen ganz genau gleich.

Speaker0: Und dann reden wir nicht darüber und dadurch kommt es dazu, dass Sex eine Art Performance wird.

Speaker0: Und von, okay, das haben wir jetzt schon immer so gemacht, ich muss jetzt mal

Speaker0: gucken, dass ich mich hier so ein bisschen,

Speaker0: ne, das muss ich so ein bisschen, keine Ahnung, umschiffen, das war,

Speaker0: wovor ich vielleicht ein bisschen Angst habe, ja, oder mir extra Mühe geben,

Speaker0: ja, dann vielleicht als Mann sich extra Mühe geben, dass du ein bisschen länger

Speaker0: kannst oder dass du ein bisschen, was weiß ich, was machst,

Speaker0: weil du vielleicht Angst hast, da nicht zu genügen.

Speaker0: Und ich, also mir ist es so krass aufgefallen, gerade auch einfach so,

Speaker0: als ich mich selber reflektiert habe,

Speaker0: dass ich viele Chancen gar nicht genutzt habe, Sexualität als ein Vehikel zu

Speaker0: nutzen, als eine Möglichkeit zu nutzen, eine unfassbare Nähe herzustellen.

Speaker0: Und nicht nur Sexualität zu nutzen, damit wir Spaß haben, damit es geil ist,

Speaker0: damit ich einen Orgasmus kriege, bam, ja, das ist cool und ja,

Speaker0: das will ich auch gerne, liebe ich.

Speaker0: Nur Sexualität bietet so eine krasse Möglichkeit, sich so zu öffnen und das

Speaker0: ist einfach was, was wir Menschen nicht gerne machen. Wir sind nicht gerne nackig.

Speaker0: Wir sind, also, da gibt es schon viele da draußen, die sind gerne nackig,

Speaker0: die laufen um den FKK-Strand rum und so weiter, aber wir sind nicht gerne nackt

Speaker0: vor anderen Menschen im Sinne von, ich bin hier nackt und ich bin hier emotional auch nackt. Nackt.

Speaker0: Das ist was, was, glaube ich, keiner von uns gerne freiwillig macht.

Speaker0: So stell dich mal vor eine Gruppe, Mensch, mach dich nackt körperlich und dann

Speaker0: machst du dich emotional nackt und erzählst über deine größten Ängste und deine größten Sorgen.

Speaker0: Wer hätte damit so, ja, das mache ich dann, das mache ich morgen Mittag,

Speaker0: gar kein Problem, habe ich mir schon immer mal gedacht.

Speaker0: Würde, glaube ich, keiner freiwillig die Hand heben und sagen,

Speaker0: ja, lass mich das mal machen.

Speaker0: Warum nicht? Weil wir Angst haben, dass uns die Menschen ablehnen,

Speaker0: dass uns die Menschen bewerten.

Speaker0: Und das ist am Ende des Tages immer ein, dass die Menschen mich dann nicht mehr so mögen.

Speaker0: Das ist der Grund, warum wir nicht gerne nackt sind vor anderen Menschen und

Speaker0: warum wir nicht gerne emotional nackt sind vor anderen Menschen,

Speaker0: weil wir Angst vor Ablehnung haben.

Speaker0: Und diese Angst vor Ablehnung ist so tief in uns drin.

Speaker0: Und es ist ja ganz oft so dieses, dass wir das heute nicht mehr so richtig gerne wahrhaben wollen.

Speaker0: Aber wir haben einfach ganz, ganz viele Dinge, ganz viele Mechanismen in unserem

Speaker0: System, das noch aus der Steinzeit kommt.

Speaker0: So, warum sind wir nicht gerne emotional nackt vor anderen Menschen?

Speaker0: Weil wir Angst haben, dass wir ausgeschlossen werden aus der Gruppe.

Speaker0: Und wenn wir ausgeschlossen werden aus der Gruppe, bedeutet das Tod.

Speaker0: Ja, weil dann sind wir alleine und dann kommen die Säbelzahntiger und dann kommen

Speaker0: die Mammuts und keine Ahnung was und wir sind am Arsch.

Speaker0: So, diese Angst vor, ich bin nicht mehr Teil der Gruppe, ist in uns tief verwurzelt.

Speaker0: Das ist wie ein Reflex in uns drin.

Speaker0: Steinzeitreflex. Die Evolution ist da halt einfach nicht so schnell.

Speaker0: Das dauert noch ein paar tausend Jährchen, bis bestimmte Sachen bei uns nicht

Speaker0: mehr im System sind, weil wir merken, oh, brauchen wir ja gar nicht mehr.

Speaker0: Wir haben ja auch noch Körperbehaarung, die wir heute sozusagen auch nicht mehr

Speaker0: wirklich brauchen, um uns warm zu halten.

Speaker0: Die hat die Evolution aber auch noch nicht weggemacht, weil das dauert halt

Speaker0: ein paar tausende Jahre.

Speaker0: Und genauso gibt es viele Mechanismen in uns Menschen, die einfach noch aus

Speaker0: einer Steinzeit herrühren.

Speaker0: Und eins davon ist eben diese krasse Angst von jedem von uns oder von,

Speaker0: ich würde mal sagen 99 Prozent auf jeden Fall.

Speaker0: Um ausgeschlossen zu werden, nicht gemocht zu werden, nicht akzeptiert zu sein,

Speaker0: schief angeschaut zu werden.

Speaker0: Und deswegen ist es für uns schwierig, für die meisten von uns,

Speaker0: uns emotional abzumachen.

Speaker0: Und jetzt würde man ja eigentlich denken, aber naja, das ist ja dein Partner

Speaker0: und warum fällt dir das denn beim Partner so schwierig? Aber das ist ja gerade

Speaker0: der Mensch, von dem wir die meiste Liebe bekommen.

Speaker0: Und von den Menschen, von denen wir die meiste Liebe bekommen oder bekommen,

Speaker0: haben wir die meiste Angst, auch abgelehnt zu werden.

Speaker0: Obwohl wir da wissen, ich kann hier so sein, wie ich bin, ja,

Speaker0: der liebt mich trotzdem.

Speaker0: Und dann gibt es trotzdem immer noch wieder ein, zwei, drei Sachen,

Speaker0: wo man merkt, da ist so ein kleiner Teil in mir, der sich sagt,

Speaker0: nee, das will ich ihm jetzt nicht so zeigen.

Speaker0: Wie sieht denn das dann aus für mich?

Speaker0: Wie wird denn der andere das aufnehmen, wenn ich dem so das zeige?

Speaker0: Und das kannst du ja mal machen, weil ich glaube, das ist so ziemlich das Intimste, was es gibt,

Speaker0: ist eben über sexuelle Vorleben zu reden, über den Sex, den ihr aktuell habt,

Speaker0: zu reden und dann zu sagen, hey, pass mal auf, das, was wir immer machen,

Speaker0: wie wir immer, keine Ahnung, Sex initiieren, das ist gar nicht so meins.

Speaker0: Das gefällt mir gar nicht so. Können wir da was anderes machen?

Speaker0: Ganz oft ist dahinter auch die Angst, wir wollen den anderen nicht verletzen.

Speaker0: Wir wollen dem ja nicht das Gefühl geben, ach du Scheiße, ich mache das seit zehn Jahren falsch.

Speaker0: Dann fühlt der sich schlecht. Und dann ist es wieder so, oh Gott, damit tue ich dem weh.

Speaker0: Dann verändert sich irgendwas zwischen uns. Und das sind einfach so krasse Ängste, die uns steuern.

Speaker0: Das ist, glaube ich, einer der größten Gründe, warum es vielen Paaren so schwerfällt,

Speaker0: über Sexualität zu sprechen.

Speaker0: Gerade wenn das schon ein paar Jahre geht, gerade wenn es bestimmte Muster gibt,

Speaker0: und die gibt es, glaube ich, bei so ziemlich jedem Paar.

Speaker0: Die sich eingeschlichen haben und die einfach so normal sind.

Speaker0: So machen wir das schon immer.

Speaker0: Aber wenn du Sexualität als diese Chance siehst, so unglaublich nah und intim

Speaker0: an jemanden ranzukommen, dann lohnt es sich dafür mal zu sagen,

Speaker0: hey, lass uns mal das Gespräch führen. Das muss nicht direkt beim Sex sein.

Speaker0: Das kann danach, ich finde immer danach ein wunderbarer Moment,

Speaker0: weil dann ist man so, okay, jetzt lassen wir es mal ganz dazu.

Speaker0: Das hat mir gut gefallen, das nicht. Das wünsche ich mir beim nächsten Mal.

Speaker0: Oder das ist mir lieber.

Speaker0: Und damit kannst du ganz, ganz, ganz viel Nähe herstellen, die du auf diese

Speaker0: Art und Weise durch nichts anderes bekommst.

Speaker0: Und das geht aber nur, und das ist leider der Downside von der ganzen Geschichte,

Speaker0: das geht nur, wenn du dich scheiße verletzlich zeigst.

Speaker0: Und bestenfalls geht das nur, wenn du dich scheiße verletzlich zeigst und der

Speaker0: andere sich daraufhin auch total verletzlich zeigt.

Speaker0: Weil jetzt seid ihr sozusagen wieder am gleichen, in der gleichen Motion,

Speaker0: in der gleichen Bewegung, habt das gleiche Ziel.

Speaker0: Und es ist nicht so, dass sich einer total entblößt fühlt und der andere hat

Speaker0: dann sozusagen die Kontrolle, die Sicherheit und so weiter, sondern es ist dieses,

Speaker0: hey, lass uns mal beide komplett nackig machen.

Speaker0: Und wie geht es uns damit? Können wir das vielleicht körperlich schon total

Speaker0: gut? Können wir körperlich total gut voneinander nackt sein?

Speaker0: Können wir es aber emotional noch nicht so gut? Kann ich dir emotional über

Speaker0: Sexualität vielleicht gar nicht so viel sagen? Kann ich vielleicht gut vor dir

Speaker0: weinen, wenn es mir nicht gut geht, aber ich kann dir nicht sagen,

Speaker0: was meine sexuelle Vorliebe ist.

Speaker0: Das gibt es ja alles in Partnerschaften. Oder ich kann super mit dir darüber

Speaker0: reden, was meine sexuelle Vorliebe ist, aber ich kann ganz schlecht meine Emotionen vor dir zeigen.

Speaker0: Weil dann fühle ich mich, keine Ahnung, nicht so erwachsen, nicht so in Kontrolle,

Speaker0: als wenn ich das nicht im Griff hätte, etc.

Speaker0: Also es gibt so viele Möglichkeiten. Und über diese Nähe, über dieses ganz,

Speaker0: ganz Nahsein beim Anderen kannst du das herstellen.

Speaker0: Und da ist dann auch für mich der Unterschied zwischen Sex haben und Liebe machen.

Speaker0: Weil das sind eigentlich die Momente, wenn es ums Liebe machen geht,

Speaker0: das ist dieses ganz Nahsein.

Speaker0: Sex kannst du großartig haben an ganz vielen Stellen. Und ich finde,

Speaker0: das ist auch da eine schöne Mischung von beidem in meiner Welt, das, was es ausmacht.

Speaker0: Und Liebe machen ist dieses, ich bin dir so nah und wir sind uns hier so nah,

Speaker0: dass ich nichts verstecken kann.

Speaker0: Das ist der Moment, wo aus Sex haben Liebe machen wird.

Speaker0: Und es hat beides total coole Aspekte und ganz entscheidend,

Speaker0: wann du das eine und wann du das andere haben möchtest oder mit deinem Partner

Speaker0: auch mal drüber sprechen.

Speaker0: Wann wollen wir einfach nur mal Bäm und Sex und Wann wollen wir wirklich richtig

Speaker0: krass, nah und eng und verletzlich sein. Und das kann ja auch eine gute Mischung von beidem sein.

Speaker0: Also, das sind meine heutigen Gedanken zum Thema Sexualität und ich würde mir

Speaker0: das so wünschen, dass Sexualität eben genau das wird. diese Chance auf eine

Speaker0: so enge Connection, auf eine so enge.

Speaker0: Diese Verbindung, dass wir alles an dem anderen sehen und dass wir alles, was wir sehen,

Speaker0: akzeptieren und uns so intim und so eng mit dem anderen verbunden fühlen,

Speaker0: dass dadurch eben auch der Rest der Beziehung noch total dran wächst.

Speaker0: Und das für mich in einer Gesellschaft, in

Speaker0: der wir über Sexualität eben auch so offen reden können und in der Sexualität

Speaker0: eine Art der Kommunikation und der Verbindung und der Connection auf sozusagen

Speaker0: einem intimen Level ist und nicht,

Speaker0: oh Sex ist was, was ist triebgesteuert, also was wir heute,

Speaker0: es gibt ja immer noch ein paar beschissene Vorurteile über Sexualität.

Speaker0: Sondern es ist einfach eine ganz natürliche Art der Kommunikation.

Speaker0: Weil wir reden ja miteinander im Sex. Also wir müssen nicht miteinander sozusagen

Speaker0: den Mund auf und zu machen zum Reden, sondern unsere Körper reden ja miteinander,

Speaker0: die verschmelzen ja miteinander, die sind ja in Communication miteinander.

Speaker0: Das heißt, Sex ist für mich eine ganz, ganz geile Art der Kommunikation und

Speaker0: eigentlich die natürlichste Art der Kommunikation, die wir haben.

Speaker0: Das kannst du auch mit jemandem haben, wo du kein Wort verstehst, was der sagt.

Speaker0: Nimmst du dir einen Brasilianer oder was? Du verstehst vielleicht kein Wort.

Speaker0: Ihr könnt trotzdem miteinander kommunizieren.

Speaker0: Auf der körperlichen Ebene. Also es ist doch eine Art der Kommunikation,

Speaker0: die total natürlich ist.

Speaker0: Und wo wir auch keinen Übersetzer brauchen.

Speaker0: Aber wir dürfen trotzdem die Art der Kommunikation lernen und auf den anderen

Speaker0: anpassen. Das ist schon ein bisschen wie Sprachunterricht.

Speaker0: Genau, also das sind meine drei Cent dazu an Gedanken. Und ich hoffe,

Speaker0: das war's für dich drin. Und ich wünsche dir einen wunderschönen Tag.

Speaker0: Und wir hören uns hier nächste Woche wieder.

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