#31 Die Mutter für ihn sein
Shownotes
Kennst du diesen Moment, in dem du deine Kinder anschaust, dann deinen Mann und kurz überlegst, ob du eigentlich noch ein weiteres Kind großziehst? Genau darüber spreche ich in dieser Folge. Über dieses schleichende Reinrutschen in die Mutterrolle. Du organisierst alles, denkst für alle mit, erinnerst an Termine, an Mülltonnen, an Zahnarztbesuche und fragst zum fünften Mal: „Hast du schon…?“ Und irgendwann hörst du dich selbst und denkst: Wann bin ich eigentlich zur Mecker-Mama mutiert?
Ich nehme dich mit in diese Dynamik aus Mental Load, Kontrolle und diesem Gefühl von „Wenn ich es nicht mache, macht es keiner“. und wie genau das die Anziehung zwischen euch killt. Aus Partnern auf Augenhöhe werden Mutter und Sohn. Und dann wundern wir uns, warum die sexuelle Spannung im Keller wohnt.
Ich teile meine eigenen Aha-Momente, spreche über männliche und weibliche Energie und darüber, warum es immer zwei braucht, damit dieses Spiel funktioniert. Und vor allem stelle ich dir die unbequeme Frage: Willst du wirklich die sein, die alles im Griff hat oder willst du wieder die Frau sein, die wieder einem starken Gegenüber begegnet?
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Transkript anzeigen
Speaker0: Willkommen zu einer neuen Folge von PLEASURE.
Speaker0: Uh, ich habe ein ganz schönes Thema im Gepäck heute.
Speaker0: Bin gespannt, was du zu dem Thema sagst und wie deine persönlichen Erfahrungen sind.
Speaker0: Würde mich total freuen, wenn du mir nach der Folge einfach ein kurzes Feedback
Speaker0: dalässt, ob du das Thema auch kennst, ob das für dich gerade relevant ist in
Speaker0: deiner Beziehung und was du da eben auch für Erfahrungen gemacht hast,
Speaker0: super gerne auf Social Media, auf Instagram in den Kommentaren oder auch super
Speaker0: gerne bei Spotify direkt hier im Podcast.
Speaker0: Das freut mich immer, wenn ich weiß, was ist eure Erfahrung und wie seht ihr das Thema?
Speaker0: Und dann kommen ganz oft noch weitere Ideen für mich dazu, worüber ich hier
Speaker0: sprechen kann, beziehungsweise wie ich das Thema angehe, wenn ich so ein bisschen weiß.
Speaker0: Wie das bei meinen Hörerinnen auch so ist.
Speaker0: Das Thema, was ich heute im Gepäck habe, ist das Thema die Mutter sein für ihn.
Speaker0: Und ich selber habe es so erlebt und ich sehe es bei super vielen Beziehungen.
Speaker0: Ich habe es auch bei ganz vielen Freundinnen mitbekommen.
Speaker0: In meiner Bubble ist das ganz viel.
Speaker0: Das mag ja aber nicht bei jedem so sein. Deswegen auch da, wie gesagt,
Speaker0: was ich eben schon gesagt habe, da gerne für dich auch einfach mal reflektieren,
Speaker0: wie das bei dir ist und mir da Zurückmeldung geben.
Speaker0: Denn es gibt so Momente, da guckst du deine Kinder an und dann den Mann dazu.
Speaker0: Und irgendwie kriegst du das
Speaker0: Gefühl von, okay, ich habe noch ein weiteres Kind an der Stelle sitzen.
Speaker0: Und das ist in der Beziehung ja oft nicht von Anfang an so.
Speaker0: Also das bedeutet ja, die meisten holen sich einen gleichwertigen Partner,
Speaker0: dem sie auf Augenhöhe begegnen, wo das auch am Anfang irgendwie alles stimmt.
Speaker0: Und das entwickelt sich aber so schleichend dahin, das entwickelt sich eben manchmal dadurch,
Speaker0: dass wir Kinder bekommen, dass sich Prioritäten verändern, dass sich die Art
Speaker0: und Weise, wie wir miteinander umgehen, wie wir miteinander reden,
Speaker0: verändern und so weiter und so weiter.
Speaker0: Und es gibt dann oft so einen schleichenden Prozess dahin, dass es sich irgendwann
Speaker0: anfühlt wie, okay, meinen Kindern
Speaker0: darf ich irgendwie sagen, was jetzt dran ist, was jetzt zu tun ist.
Speaker0: Ja, nach dem Motto, wir gehen jetzt aus dem Haus, bitte zieht euch die Schuhe
Speaker0: an, wir machen jetzt dies, wir machen jetzt das.
Speaker0: Und irgendwann, dass es sich bei dem Partner ähnlich anfühlt.
Speaker0: Zum Beispiel, davon berichten mir einige Kundinnen, aber wie gesagt,
Speaker0: habe auch eigene Erfahrungen mit diesem Thema.
Speaker0: Irgendwann so dieses, hey, ja, Schatz, ich helfe dir schon. Aber wenn der Partner
Speaker0: dann sagt, ich helfe dir schon, sag mir einfach, was ich machen soll.
Speaker0: Und du denkst dir so, aber siehst du nicht selber, dass die Spülmaschine ausgeräumt
Speaker0: werden muss? Oder siehst du nicht selber, dass hier vielleicht mal irgendwie
Speaker0: gerade jetzt ein Kind ins Bett gebracht werden darf?
Speaker0: Und es ist dann so eine Dynamik von, der Partner wartet, bis du ihm die Ansage,
Speaker0: in Anführungsstrichen, machst.
Speaker0: Das wäre jetzt cool, wenn du das machst, ja, als wenn der so eine Unterstützung
Speaker0: ist und du bist so das Oberhaupt von dem Familienkonstrukt und du sagst, der da, der da, das da.
Speaker0: Ich komme gleich auch nochmal dazu, das ist mir ganz wichtig,
Speaker0: dass das natürlich keine einseitige Dynamik ist, ja, also und dass jeder Mann,
Speaker0: der bemuttert wird, auch immer eine Frau hat, die bemuttert, ja.
Speaker0: Ja, ich will aber erstmal noch ein bisschen kurz auf dieses Phänomen eingehen, wie sich das zeigt.
Speaker0: Ganz oft ist das eben auch so ein Ding von, die Frau organisiert alles,
Speaker0: hat also alles im Blick, hat alles im Kopf, hat die Liste, was wann gemacht
Speaker0: werden darf, muss, soll.
Speaker0: Schatz, kannst du bitte noch den Rasen mähen? Heute wäre die Hecke dran,
Speaker0: morgen muss der Müll raus.
Speaker0: So kennen wir auch alle, glaube ich, dass das oft so ein Ding ist von, habe ich alles im Kopf?
Speaker0: Oder auf einer Liste, weiß ich, und ich erinnere dann den anderen dran, ja.
Speaker0: Und dann eben auch ganz viel so dieses, ich erinnere den nicht nur daran,
Speaker0: was für uns gemeinsam wichtig ist, ich erinnere den sogar daran, was für ihn wichtig ist.
Speaker0: Also, ich habe im Kopf, wann sind seine Termine, wann hat die Mutter Geburtstag
Speaker0: und das Geschenk dafür besorge ich auch noch.
Speaker0: Ich glaube, dass das ganz, ganz viele Frauen kennen und dass sich das irgendwann
Speaker0: so anfühlt, als wenn du ein weiteres Kind hast.
Speaker0: Und dann kommen oft in einer Beziehung diese Themen hoch, dass du anfängst zu kontrollieren,
Speaker0: was er wie wann macht, dass du anfängst, ihm Anweisungen zu geben,
Speaker0: was wie wann in deiner Vorstellung gemacht werden darf.
Speaker0: Du anfängst zu kritisieren, was er wann nicht richtig macht,
Speaker0: rumzunörgeln, wenn es dir nicht passt oder wenn er es nicht von alleine sieht
Speaker0: und so weiter und so weiter.
Speaker0: Und dieses in die Mutterrolle gehen einem anderen gegenüber,
Speaker0: es endet ganz oft immer mit dem gleichen Gefühl bei uns Frauen,
Speaker0: nämlich in diesem Gefühl von,
Speaker0: wann bin ich denn eigentlich die scheiß Meckerziege geworden,
Speaker0: die hier immer steht und an allem was auszusetzen hat.
Speaker0: Und das ist ja was, was viele von der Rolle als Mutter kennen.
Speaker0: So dieses, du machst den ganzen Tag etwas für diese Kinder, du organisierst,
Speaker0: du erinnerst, du hilfst, der soll sich anziehen, bei dem sagst du,
Speaker0: hast du an deine Hausaufgaben gedacht, das heißt, du denkst mit, du organisierst mit.
Speaker0: Und bist aber trotzdem immer irgendwie in der Position, dass die genervt sind,
Speaker0: wenn du noch was sagst, weil du ja jetzt wieder erinnert hast, ja.
Speaker0: Und dass das so ein Gefühl ist von, ich renne da immer hinterher.
Speaker0: Und das ist ja was, was sich schon bei Kindern nicht so richtig cool anfühlt,
Speaker0: weil es oft so ein Gefühl ist von, ich muss das alles im Kopf haben.
Speaker0: Jetzt ist natürlich, je nachdem, wie alt die Kinder sind, das relativ schwierig,
Speaker0: dass sie das selber im Kopf haben. Also ein Vierjähriger wird nicht selber wissen,
Speaker0: wann der, keine Ahnung, sein Tennistraining hat oder wann es jetzt genau zur
Speaker0: Schule geht morgens oder beziehungsweise in den Kindergarten geht.
Speaker0: Natürlich ist es dann irgendwie die Aufgabe als Mutter, die Uhr im Blick zu
Speaker0: haben und zu sagen, hey jetzt oder eben auch zu sagen, jetzt ist Zeit ins Bett zu gehen.
Speaker0: Dir werden die wenigsten Kinder von alleine sagen, also ich würde jetzt ins Bett gehen, Mama.
Speaker0: Ich putze schon mal meine Zähne und ziehe mich schon mal um.
Speaker0: So, also, weiß nicht, vielleicht hast du so ein Kind zu Hause,
Speaker0: habe ich noch nicht erlebt.
Speaker0: Bei meinen Kindern ist es eher so, ja, okay, sag mir Bescheid.
Speaker0: Und natürlich mache ich das als Mama. Und ich bin diejenige,
Speaker0: die das dann im Blick hat und die natürlich immer auch die Konsequenzen im Blick hat.
Speaker0: Sind wir jetzt länger wach? Was macht das dann morgen? Bedeutet das,
Speaker0: dass ein Kind dann müde ist?
Speaker0: Also wo kann ich wie weit aus den Grenzen auch rausgehen? Und was hat das für Konsequenzen?
Speaker0: Und irgendwann ist auch genau das das Gleiche, was man beim Partner fühlt.
Speaker0: So dieses, ja, okay, ich denke für den mit, wir sollten als Familie jetzt mal
Speaker0: XYZ, weil sonst morgen so. So.
Speaker0: Und das ist diese Rolle von, er geht in die Kindrolle und dadurch gehe ich in die Mutterrolle.
Speaker0: Bei einigen ist das natürlich auch noch dieses, ich kümmere mich,
Speaker0: ich koche, ich mache und so weiter.
Speaker0: Mir geht es jetzt aber viel weniger um diese Mutterqualitäten von,
Speaker0: weiß nicht, ich schmier dem auch noch sein Lunchbrot, damit er das mitnimmt für seine Arbeit.
Speaker0: Das einmal dahingestellt. Mir geht es mehr so um dieses, ich habe das Sagen.
Speaker0: Und er macht, wenn ich ihn erinnere, aber er macht nicht,
Speaker0: also es fühlt sich nicht an, wie er und ich sind ein Team und wir entscheiden
Speaker0: beide, was für unsere Familie das Richtige ist, sondern ich nehme in die Hand
Speaker0: und sage, wenn wir jetzt nicht die Kinder ins Bett bringen, dann sind die morgen müde,
Speaker0: also bitte hilf mir doch ein Kind ins Bett zu bringen.
Speaker0: Oder die Spielmaschine muss ausgeräumt werden oder die Küche sieht aus wie Sau, kannst du bitte mal.
Speaker0: Anstatt, dass es ein Team-Ding ist von wir sehen es beide. Geht ja auch einher
Speaker0: damit, dass es oft so ist, auch nicht immer, aber oft so ist,
Speaker0: dass dann vielleicht der eine mehr Bedürfnis nach Ordnung hat als der andere.
Speaker0: Und der ist natürlich meistens dann derjenige oder diejenige,
Speaker0: die dann sagt, wollen wir nicht mal aufräumen?
Speaker0: Ja, wollen wir nicht mal die Küche und so weiter? Kannst du nicht mal.
Speaker0: Und wenn du ins Internet gehst und dir auf Instagram alle möglichen Clips über
Speaker0: Männer und Frauen anguckst, da gibt es ja ganz viel Scherze genau darüber,
Speaker0: über dieses, sie sagt ihm, was zu tun ist, und er sagt, ja, alles klar,
Speaker0: oder eben auch nicht, oder hat er wieder vergessen, weil du es nicht dreimal gesagt hast.
Speaker0: So, das ist ja oft so ein Ha-Ha-Ha-Ding, zwischen Mann und Frau,
Speaker0: und ich hätte da früher auch immer Witze drüber gemacht, so,
Speaker0: ich weiß, ich habe vor ein paar Jahren auch mal ein Video gemacht mit,
Speaker0: ich in einem Tag, wenn ich mich so benehme wie mein Mann, und kam so rein,
Speaker0: schmiss alles hinter mir, So nach dem Motto, ich schmeiße erst mal meine Klamotten
Speaker0: und meinen Schlüssel auf den Boden,
Speaker0: fand ich tierisch witzig, weil war ja unsere Realität.
Speaker0: Nur eigentlich ist das gar nicht witzig. In meiner Welt ist das eigentlich gar
Speaker0: nicht witzig, weil wenn du immer, also das kann mal lustig sein,
Speaker0: aber wenn du immer in dieser Realität bist und immer diejenige bist,
Speaker0: die sich um alles Gedanken macht,
Speaker0: und organisiert und macht und darauf hinweist und zuweist. Und dann bist du
Speaker0: eben auch immer diejenige, die dann kritisiert, wenn es nicht so läuft.
Speaker0: Und die im Grunde mit dem ganzen Mental Load alleine gelassen ist.
Speaker0: Und ich glaube, das ist ein riesiger Punkt.
Speaker0: Wir als Mütter für unsere Kinder, aber dann eben auch irgendwann,
Speaker0: wenn wir die Mutter für den Partner irgendwie sind, wir sind mit dem Mental
Speaker0: Load alleine im Sinne von, ich muss an alles denken.
Speaker0: Ich muss daran denken, was die Kinder wie, wo, wann haben. Weil das war was,
Speaker0: was ich nur für mich so im Kopf hatte. Natürlich weiß ich, was meine Kinder
Speaker0: für eine Schuhgröße haben, für eine Kleidergröße haben, wie groß die sind,
Speaker0: wie schwer die sind. Und so weiter und so fort.
Speaker0: Und jetzt kann ich meinen Mann, oder konnte in dem Fall meinen Ex-Mann,
Speaker0: natürlich mit den Kindern zum Arzt schicken und sagen, hier,
Speaker0: das eine Kind hat Fieber, gehst du mal bitte zum Arzt und lässt mal abchecken.
Speaker0: Im Zweifelsfall ruft er aber mich an und sagt, was wiegt denn das Kind?
Speaker0: Oder wie groß ist es denn?
Speaker0: Oder ich weiß, okay, da fehlen Socken in der Schublade, weil der hat nicht mehr
Speaker0: genug Socken, das eine Kind, und weiß, ich muss losgehen und die Socken kaufen.
Speaker0: Ich kann meinem Mann dann sagen, ja, bitte kannst du mal Socken kaufen.
Speaker0: Aber dass der von selber weiß, ach ja, das Kind hat Schuhgröße,
Speaker0: weiß ich nicht, 33, das gehe ich jetzt mal kaufen und da fehlen ja Socken,
Speaker0: habe ich ja selber gesehen.
Speaker0: Das ist ja in den wenigsten Fällen so.
Speaker0: Und auch da wieder so, wenn man geteilte Rollen hat und sagt,
Speaker0: der eine guckt immer auf das und der andere guckt auf das, dann ist das völlig
Speaker0: okay, es müssen ja nicht beide die gleiche Rolle machen.
Speaker0: Nur wenn es ein Ungleichgewicht gibt und einer immer mehr macht als der andere
Speaker0: und immer mehr organisiert oder mehr im Blick hat oder mehr,
Speaker0: dann ist es irgendwie schwierig, finde ich.
Speaker0: Also wenn der Vater dann zum Beispiel sieht, okay, keine Ahnung,
Speaker0: hier ist was an der Schaukel kaputt, das repariere ich von mir aus,
Speaker0: dann mache ich das alles cool.
Speaker0: Aber wenn das auch noch die Frau sozusagen hinweisen muss und sagen muss,
Speaker0: kannst du mal bitte da und da, dann wird das halt irgendwann,
Speaker0: dann kippt das irgendwann und wird halt irgendwie wie so ein Mutterding.
Speaker0: Und natürlich, jetzt sind wir an der wichtigen Stelle, sobald du anfängst,
Speaker0: deinen Partner zu bemuttern und ihn eigentlich wie ein Kind zu behandeln,
Speaker0: geht natürlich die sexuelle Anziehung total flöten. Ist ja logisch, wer hat denn Bock?
Speaker0: Also du willst ja einen gleichwertigen Partner und nicht jemanden,
Speaker0: dem du die Ansagen machst und dem du sagst, was wie, wo, wann zu tun ist.
Speaker0: Da ist ja null sexuelle Anziehung.
Speaker0: Polarität lebt ja davon, jemanden auf Augenhöhe zu haben, der...
Speaker0: Der dir begegnet und nicht dem, auf den du runterguckst. Und sobald wir in diese
Speaker0: Mutterrolle gehen, gucken wir runter.
Speaker0: Und ich glaube, das ist ein sehr schleichender Prozess. Das ist nichts,
Speaker0: was von jetzt auf gleich kommt.
Speaker0: Aber der ist in meiner Welt ganz, ganz schwierig und gefährlich,
Speaker0: weil wir dann eben dadurch natürlich auch total die Anziehung zueinander verlieren.
Speaker0: Und uns dann tatsächlich auch oft fragen, wieso habe ich das denn nicht mehr?
Speaker0: Also wieso habe ich denn jetzt eigentlich keine sexuelle Anziehungskraft für
Speaker0: meinen Partner mehr, weil es eben nicht mehr Frau und Mann sind,
Speaker0: die sich begegnen, sondern es ist Frau und Kind.
Speaker0: Und damit natürlich auch sich
Speaker0: total verrückt, was die Polarität angeht von Männlichkeit, Weiblichkeit.
Speaker0: Weil du als Frau, wenn du in diese Mutterrolle gehst, die unaufgelöste Seite
Speaker0: davon ist eine sehr männliche Energie. Was meine ich damit?
Speaker0: Das ist eine sehr organisierende, voranstrebende, zielstrebige Energie von wir
Speaker0: machen jetzt, ich organisiere das jetzt, ich habe das alles im Blick,
Speaker0: ich mache das schon alleine. Das ist einfach eine umsetzende, machende Energie.
Speaker0: Während die weibliche Energie eben die zurücklehnende Energie ist und die empfangene
Speaker0: und die weiche und die im Flow ist.
Speaker0: Und wenn das in der Beziehung sich dann auch widerspiegelt, dann ist das eben auch nicht mehr da.
Speaker0: Und dadurch verlierst du wahnsinnig doll an Anziehungskraft und an Polarität.
Speaker0: Und das ist so der langsame Erstickungstod für eine Beziehung in meiner Welt.
Speaker0: Weil du dich natürlich dann als Frau auch einfach nicht mehr begehrenswert fühlst,
Speaker0: weil du keinen Mann mehr da zu Hause hast, sondern ein Kind sitzen hast.
Speaker0: Und wenn du dich selber schon mal in der Situation wiedergefunden hast,
Speaker0: wo du denkst, ich bin nur noch am Kritisieren, ich bin nur noch am Meckern.
Speaker0: Wie gesagt, das ist ja schon nicht schön, wenn das mit Kindern passiert.
Speaker0: Und auch da werden wir uns oft mal die Frage stellen, wieso mache ich das so
Speaker0: viel und es dann hoffentlich wieder verändern können. Und das ist eben etwas
Speaker0: in einer Partnerschaft, was auch total wichtig ist zu merken.
Speaker0: Ich bin da gerade in eine Rolle gefallen, wo ich eigentlich eher die Mutter bin als die Partnerin.
Speaker0: Und damit verschiebt sich ein Rollenbild untereinander.
Speaker0: Die Mutter hat immer auch so eine, ja, die Mutter hat diese kümmernde Energie,
Speaker0: aber hat halt nicht diese Energie von,
Speaker0: also die mag auch mal eine sehr sanfte Energie haben, wenn ich jetzt eben gerade
Speaker0: zum Thema Weiblichkeit und so ging, das ist ja auch eine sehr schöne Qualität
Speaker0: einer Mutterenergie, zu sagen, hey, ich bin eine liebevolle,
Speaker0: liebende Mutter und so weiter.
Speaker0: Aber sobald es eben eine Kontrolle kriegt, mich über jemanden stellen.
Speaker0: Kritisieren, nachfragen, nachhaken, hast du schon, ja, wenn ich meine Kinder
Speaker0: ständig fragen muss, hast du schon die Zähne in Geburtstag, hast du schon das gemacht?
Speaker0: Und wenn ich das mit meinem Partner genauso mache und sage, hast du denn schon
Speaker0: dich um die Steuererklärung gekümmert? Habe ich dich da letzte Woche dreimal dran erinnert?
Speaker0: Dann ist das halt genau die gleiche Energie. Das ist dieses,
Speaker0: hast du schon gemacht oder muss ich noch mal hinterherhaken?
Speaker0: Weil ich habe die Verantwortung, und das ist ja das Ding, Wir als Mütter haben
Speaker0: ja die Verantwortung für die Kinder und über, hat der die Zähne geputzt,
Speaker0: das ist meine Verantwortung als Mutter.
Speaker0: Über die habe ich ja auch eine Verantwortung und darf ich die Verantwortung
Speaker0: auch übernehmen. Nur für meinen Partner darf ich die Verantwortung nicht übernehmen,
Speaker0: weil sobald ich das mache, spreche ich ihm ab, dass er eine eigene Verantwortung für sich hat.
Speaker0: Jetzt ist es aber oft so, dass das für Männer irgendwann auch so ein Rennplumpsen
Speaker0: ist und das ist auch irgendwo so ganz nett und schön.
Speaker0: Und ganz ehrlich, kennen ja auch viele aus ihrer eigenen Kindheit.
Speaker0: Und wenn du zum Beispiel als Mann ein ungelöstes Mutterthema hast,
Speaker0: kann es gut sein, dass du dir eine Frau anlachen wirst, die irgendwann deine Mutter ersetzt.
Speaker0: Macht ja auch Sinn. Gleiches Prinzip gilt übrigens für Frauen mit ungelöstem Vaterthema.
Speaker0: Wirst du dir auch jemanden suchen wahrscheinlich, der ähnlich ist in der Dynamik wie dein Vater.
Speaker0: Das ist, wie gesagt, da könnte man noch mal tiefer reinsteigen.
Speaker0: Nur sobald du merkst, dass du in dieser Energie bist von Bemuttern,
Speaker0: in der Energie von Kontrollieren, in der Energie von Nachhaken,
Speaker0: von Organisieren, von Machen,
Speaker0: von dem anderen sozusagen ein bisschen die Verantwortung abzunehmen,
Speaker0: das ist, glaube ich,
Speaker0: etwas, wo du aufmerksam sein darfst und dann eben auch gucken darfst,
Speaker0: will ich das oder will ich das nicht?
Speaker0: Und natürlich darf der Partner aus der Energie rauskommen, in die Kinderrolle
Speaker0: zu schlüpfen. Nur, das habe ich eben zu Anfang auch gesagt, es braucht immer zwei für diese Dynamik.
Speaker0: Wenn einer von beiden in der Dynamik nicht mitgeht, kann die nicht entstehen.
Speaker0: Das heißt, es braucht jemand, der in diese Mutterrolle geht,
Speaker0: in diese kontrollierende Rolle geht.
Speaker0: Es braucht aber auch jemanden, der sich kontrollieren lässt und der der sich
Speaker0: eben auch vielleicht herumkommandieren lässt ja,
Speaker0: Und wenn einer von beiden aus der Dynamik ausbricht, kann die Dynamik nicht mehr weiter bestehen.
Speaker0: Das heißt, es reicht schon, wenn einer rausgeht. Wenn du jetzt also merkst,
Speaker0: ich bin ganz oft in dieser Mutterenergie, ich habe das Gefühl,
Speaker0: ich habe vier Kinder, wie gesagt, auch das sagen wir so oft im Scherz,
Speaker0: also in meinem Fall waren es dann vier, weil ich habe ja schon drei,
Speaker0: je nachdem, wie viele Kinder du hast.
Speaker0: Wir sagen das so oft im Scherz, ja, das ist mein drittes, mein viertes, wie auch immer Kind.
Speaker0: Vorsicht, wenn du das schon mal im Scherz gesagt hast, dann wird da vielleicht was Wahres dran sein.
Speaker0: Und wenn du das merkst, dich dann wieder zurückzuerinnern, entweder an den Anfang
Speaker0: eurer Beziehung, wo es vielleicht noch anders war, wo du dem Partner auf Augenhöhe
Speaker0: begegnet bist, weil ich glaube, die wenigsten Paare kommen zusammen und dann
Speaker0: ist einer schon der bemutternde Part für den anderen. Gibt es auch.
Speaker0: Dann ist die Frage, ob du damit fein bist und ob du dich damit wohlfühlst und
Speaker0: auch zu gucken, was macht das denn mit unserer Intimität, was macht das mit
Speaker0: unserer Sexualität, habe ich weniger oder mehr Lust auf ihn und immer zum Beispiel
Speaker0: wenn ich gemerkt habe, dass mein damaliger Ex-Mann in die,
Speaker0: also mein heutiger Ex-Mann, mein damaliger Mann in die männliche Energie gehen
Speaker0: konnte, das fand ich total attraktiv das war so, oh ja, geil,
Speaker0: endlich ist der in dieser männlichen Energie ist in der führenden Energie,
Speaker0: ist in der souveränen Energie,
Speaker0: ist in der selbstorganisierenden Energie und so weiter.
Speaker0: Nur ich war das eben sehr gewohnt, weil drei Kinder, eigenes Business,
Speaker0: überall immer diese, ich bin die führende Energie gewesen.
Speaker0: Und dann habe ich das eben auch darauf übertragen. Und dann hat es sich umgekehrt
Speaker0: und dann war ich mehr in der männlichen Energie und dadurch war ja natürlich
Speaker0: viel mehr in der weiblichen Energie. die Polarität gekillt, es sei denn,
Speaker0: wir drehen sie komplett um.
Speaker0: Und es gibt ja auch Paare, bei denen das so ist. Und man sagt,
Speaker0: okay, die Frau ist vielleicht eher in der männlichen Energie und der Mann eher
Speaker0: in der weiblichen. Beide sind damit fein, cool.
Speaker0: Ist in meinem Fall nicht so. Ist auch nicht das, was ich mir wünsche für eine Beziehung.
Speaker0: Und deswegen war da die Polarität im Grunde einfach gleich null.
Speaker0: Wir hatten dann einfach keine große Anziehungskraft mehr.
Speaker0: Wie gesagt, wenn du das merkst bei dir, dann darfst du da eben mal ganz bewusst
Speaker0: rangehen und mal sagen, okay, wie will ich mich eigentlich verhalten?
Speaker0: Will ich eigentlich immer diejenige sein, die hier die Ansagen macht und die
Speaker0: hier in diese Rolle ihm gegenüber geht?
Speaker0: Oder gebe ich ihm die Verantwortung zurück, mein ebenbürtiger Partner zu sein.
Speaker0: Gebe ich ihm die Verantwortung zurück, mit mir ein Team zu bilden und auf Augenhöhe
Speaker0: zu sein und dass wir beide hier führen.
Speaker0: Und bestenfalls in meiner Welt führt der Mann auf der logischen und auf der
Speaker0: organisatorischen Schiene und die Frau auf der emotionalen Schiene.
Speaker0: Weil das einfach was ist, wo wir Frauen sehr gut drin sind.
Speaker0: Und die Männer auf der anderen Seite eben in ihrem Fach sehr gut drin sind.
Speaker0: Auch das je nach Partner unterschiedlich. Aber wenn man das allgemein sagen
Speaker0: wollen würde, würde ich das immer so sagen.
Speaker0: Und dich dann einfach wirklich immer zu fragen, okay, was ist das,
Speaker0: was ich hier eigentlich gerade will und welche Rolle will ich leben und welche
Speaker0: Rolle gebe ich dem anderen da auch mit?
Speaker0: Und genau, vielleicht magst du das mal für dich reflektieren und sag mir doch
Speaker0: auch gerne mal, das würde mich interessieren, was so typische Beispiele sind, in denen du merkst,
Speaker0: dass du vielleicht in die Mutterrolle gehst oder dass du deinen Partner in die
Speaker0: Kindrolle oder er sich in die Kindrolle begibt.
Speaker0: Was sind so Momente, in denen du das merkst?
Speaker0: Ich gebe als Beispiel mal, bei mir war es immer ganz viel, dieses nochmal extra
Speaker0: dran erinnern. Also ich hatte immer das Gefühl, ich muss nochmal extra erinnern.
Speaker0: Also bei den Kindern und bei meinem Ex.
Speaker0: Immer so dieses, hast du schon? Hast du eigentlich schon? Hast du da schon dran gedacht?
Speaker0: Das würde so mein krassestes Beispiel sein. Und mich würde mal interessieren,
Speaker0: was ist das, was bei dir war?
Speaker0: Schreib mir das, wie gesagt, total gerne entweder bei Spotify,
Speaker0: direkt in die Kommentare hier beim Podcast oder auf meinem Social-Media-Kanal auf Instagram.
Speaker0: Freue ich mich sehr, sehr drüber. Und dann wünsche ich dir eine ganz wunderschöne
Speaker0: Woche und wir hören uns hier nächste Woche wieder hoffentlich.
Speaker0: Bis dann, mach's gut, ganz viel Pleasure, bye bye.
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